Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Gerade in der Schwangerschaft machen sich viele Mütter die ersten Gedanken um gesunde Ernährung. Das Baby isst schließlich mit. Der Bauch wird runder, ab und an tritt jemand von innen dagegen. Werdende Mütter "lauschen" oft in ihren Bauch hinein, um die ersten Zeichen des Kindes zu spüren. Das sind sehr schöne Erfahrungen. Es weckt aber auch Ängste: Ist alles in Ordnung mit mir und dem Kind? Wächst es gut und fühlt es sich wohl? Manches entgeht ihnen aber, zum Beispiel wenn der Zuckerstoffwechsel durcheinander gerät. Das fatale daran: Es tut nicht weh, deshalb merken wir die "Entgleisung" nicht früh genug.

Das kann zwischen dem fünften und siebten Schwangerschaftsmonat passieren, reguliert sich aber nach der Geburt meist von selbst. Durch eine sogenannte Schwangerschaftsdiabetes hat die Mutter ein erhöhtes Risiko zum Bluthochdruck, das Kind kann übergroß werden und ein Kaiserschnitt eventuell nötig. Nach neuesten Statistiken ist durchschnittlich jede dritte Geburt ein Kaiserschnitt.

Bei einer herkömmlichen  fettarmen und KH-basierten Ernährung, ist eine natürliche Geburt -wie sie die Naturvölker kennen- fast nicht möglich. Dem Körper fehlen die nötigen essentiellen Fettsäuren um die Zellen und Gewebe optimal zu stärken.

Nur durch eine artgerechte Ernährung, mit ausreichend gesunden Fetten, sind die Körpergewebe in der Lage sich zu dehnen, und den Belastungen einer natürlichen Geburt stand zu halten.

Eine werdende Mutter sollte also sehr frühzeitig mit der fettreichen und zugleich KH-armen Ernährung beginnen, damit ihre Zellen und Gewebe optimal auf die Geburt vorbereitet werden. Ein Blick auf die Ernährung der gesunden Naturvölker (bis vor 10.000 Jahren)  dürfte als Argument für  "artgerechte und natürliche" Geburten aussagekräftig genug sein. Wenn nicht die Ernährung für eine natürliche Geburt ausschlaggebend ist, was bitte ist es dann?

Schuld an Diabetes, Bluthochdruck, Fettsucht und Arterienverkalkung sind die vielen Kohlenhydrate in unserer modernen Ernährung, hauptsächlich aus Zucker, Getreide, Pasta, Müsli, Brot, zuckerhaltiges Obst, sowie künstlich hergestellte Fette, wie Margarine und (teil-)gehärtete Pflanzenöle.

Die heutige Ernährungspyramide stammt zwar nicht aus dem Mittelalter, doch sie ist längst überholt und müsste grundlegend geändert werden. Inzwischen weiß man, dass Zucker schädlich ist und wir alle zuviel Zucker essen. Doch auch Kohlenhydrate aus Getreide werden zu Zucker verstoffwechselt. Die Empfehlung der meisten  Ernährungsgesellschaften, 50% der täglichen Kalorien aus Kohlenhydraten zu beziehen, ist deswegen absolut nicht zu empfehlen!

Wir wissen heute auch, dass Fett alleine nicht fett macht, und auch keine Adern verstopft. Im Gegenteil: In natürlichem Fett (Butter, Schmalz, Eigelb) sind sämtliche essentiellen Fettsäuren enthalten, die der Körper benötigt, um gesund zu sein. Natürliche Fette sind wichtige Vitamintransporter, Vitaminträger und der wichtigste Baustein für gesunde Zellmembranen. Die fettlöslichen Vitamine A,D und E können nur bei entsprechend grossem Fettkonsum in genügenden Mengen aufgenommen werden. Es kommt also auf das richtige Fett an.

Eine gesunde Einkaufsliste für werdende und stillende Mütter sollte etwa so aussehen:

Fetten Fisch wie Makrele, Hering, Lachs und Sardine

Fleisch  und Wurst  (nicht mager und möglichst von Weidetieren), und wem es schmeckt: Ab und zu auch  Innereien, z.Bsp. Leber vom gesunden Weidelamm. Wurst enthält außerdem mehr Vitamin C als die meisten Zitrusfrüchte, herstellungsbedingt.

Öfter einmal Sülze und Schinken mit Fettrand.

Natives Kokosfett (nicht zu verwechseln mit "Palmin") und hochwertigen Tierschmalz (Schweineschmalz, Rindertalg, Lammfett, Gänseschmalz) zum Kochen und Braten. Tierschmalz von Weidetieren enthält mehr Omega-3-Fettsäuren, als von Tieren aus konventioneller Haltung!

Reichlich Butter (über 83% Fett)  und Sahne (über 30% Fett) für gehaltvolle Soßen.

Besonders zu empfehlen: Wöchentlich selbstgemachte Kraftbrühen aus Markknochen und Suppenfleisch (nicht mager, aber salzarm) Sie liefern alles was Bänder, Sehnen und Gewebe stärkt!

Vollfetter Sahnequark mit etwas Beerenobst

Eier und Speck, Tortilla, Käseomelette oder Kräuteromelette (Eigelb enthält biologisch hochwertiges Fett und die wichtige Aminosäure Cholin) möglichst aus artgerechter-Tierhaltung

Überbackenes Gemüse mit Ziegenkäse (vollfett)

Lieblingssalate mit gerösteten Sonnenblumenkernen oder Walnüssen, gereifter Käse, wie Parmesan (enthält viel Calcium) und gekochtem Ei mit Sahne-Joghurtdressing. Kein Rohmilchkäse.

Blattgemüse, (Ausnahme: blähende Kohlsorten), Wurzelgemüse (Karotten). Wenn Kohlenhydrate, dann aus Gemüse, einige Kartoffeln oder etwas Reis. Jedoch in der richtigen Tagesmenge. 3-4 Wochen vor dem Geburtstermin darf es dann ruhig etwas mehr an Kohlenhydraten sein.

Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Schmalz, Eier, Käse, Sahne und Quark wenn möglich aus Weidehaltung oder Wildfang bevorzugen, nicht aus Zucht durch Getreidemast. Dann stimmt die Omega-Bilanz.

Wir benötigen sowohl Omega-6-Fettsäuren, als auch Omega-3-Fettsäuren, jedoch im richtigen Verhältnis! Betrug das Omega-Verhältnis im Stück Rindfleisch vor 100 Jahren noch 4:1 (Omega-6 zu Omega-3), so liegt es heute bei 40:1, 80:1 oder 120:1, je nachdem wie das Tier gefüttert wird. Der gesunde Mix steckt nur in artgerecht gehaltenen Tieren, die ausschließlich natürliches Futter bekommen.

 Omega-3-Fettsäure steckt im Leben aus der Kälte

Dabei ist das im Grunde genommen ganz einfach: Die Natur regelt den Fettsäuren-Mix  automatisch. Solange der Mensch der Natur nicht ins Handwerk pfuscht, liefern alle Tiere in Freilandhaltung und unter artgerechten Bedingungen  die richtigen Fettsäuren. Je kälter es draußen ist, umso mehr Omega-3-Fettsäuren produzieren Kaltwasserfische, Rinder, Wollschweine, Schafe, Ziegen, Wild, Geflügel wie Gänse, Hühner ( und Eier) und Enten, Weinbergschnecken,  Walnüsse, und alles, was sich der Kälte anpassen muss.

Möglichst meiden und stark reduzieren, denn hier sind die unnötigen Dickmacher enthalten:
Getreide (besonders Vollkornprodukte), Müsli, Zucker, Fruchtzucker, Honig, Süßstoffe, Industriegefertigtes Gebäck (Ziehfette) wie Kekse, Toast, Zwieback, Kornflakes, Brot und Brötchen (wenn schon, dann bitte keine Backmischung), Süßigkeiten, Obstsäfte, Energiedrinks (Zucker, Koffein und Milchabfallprodukte wie Molke), fettarme Speisen und Lightprodukte.

Eiweiss ist ein sehr wichtiger Bestandteil der menschlichen Nahrung. Eiweiss dient als Baustein für unsere Organe und Muskeln. Doch besonders magere Eiweißgerichte können die Organe auch belasten. Wer schon einmal eine Eiweißvergiftung hatte, ahnt welche Ausmaße das annehmen kann. Also bitte immer vollfette Sahne in den (Mager)Quark und zum Rührei geben, Kräuterbutter oder Sahnesosse zum Steak.

Um einer Infektion (wie durch Bakterien oder Salmonellen) vorzubeugen, sollten in der Schwangerschaft und Stillzeit folgende Nahrungsmittel  nicht verzehrt werden: Rohmilchprodukte wie frische Milch und Rohmilchkäse, rohes Fleisch (Mett), Rohwurst, kalt geräucherter Fisch, rohe Meeresfrüchte (Austern), rohe Eier (in Mayonaisen/Tiramisu), gekeimte Sprossen, Softeis.

Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird, ist die Prägung des Geschmacksinns der Kinder während der Stillzeit.  Das gestillte Kind wird bereits durch die Muttermilch geprägt, denn der enthaltene Milchzucker schmeckt süßlich. Hier wird bereits der Grundstein für die Wahl seiner künftigen Nahrung gelegt, die es im späteren Leben bevorzugen wird: Gezuckerte Industrieware oder naturbelassene Nahrung? Doch wie soll sich ein erwachsener Mensch auf eine gesunde und artgerechte Ernährung besinnen, wenn er sie geschmacklich nicht einmal kennt?

Wenn wir eine natürliche Geburt erleben möchten, muss unser Körper agieren können. Er muss für die Geburt dehnbar sein und das Gewebe der Belastung einer Geburt standhalten. Dies ist nur durch eine grundlegende Versorgung der Zellen und Organe durch eine Ernährung mit allen essentiellen Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Nährstoffen möglich. Eine fettarme- und  stärkebasierte Kost, wie sie heute üblich ist, kann unsere Zellen und Organe nur unzureichend versorgen.

Frauen, die die Evolution in ihrer Nahrung berücksichtigen, wie in früheren Naturvölkern, kennen und kannten keine Frauenleiden, haben und hatten eine unkomplizierte, natürliche Geburt und stillen/stillten wie selbstverständlich Ihre Kinder, so wie das die Evolution vorgesehen hat. Der Grund, wieso die Geburten in den Naturvölkern wie auch bei allen anderen Arten im Tierreich so reibungs- und komplikationsfrei verlaufen, liegt in der natürlichen Fett-Eiweiss-Kost der Spezies.

Solange jedes Tier in der freien Natur die Nahrung zu sich nimmt, die die Natur für dieses Tier vorgesehen hat, wird es nicht krank, bleibt fitt und gesund. Durch die Evolution ist es an seine eigene, artgerechte Nahrung adaptiert (gewöhnt) und hat seinen Organismus völlig auf die Verwertung dieses artspezifischen Futters ausgelegt. So frisst der Koalabär Eukalyptus, die Katze fängt Mäuse, die Kuh frisst Gras. Dieses evolutionäre Gesetz betrifft uns Menschen, den Homo Sapiens, genauso, denn wir stammen ebenfalls aus dem Tierreich.

Wir können uns gedanklich entscheiden und zwischen Geschmacksrichtungen wie süß oder salzig bevorzugen, das macht den Unterschied zum Tierreich aus. Wir können zwischen allen Speisen wählen. Darin liegt die individuelle Vorliebe, die Problematik oder der Segen. Aber es ändert nichts an dem biologischen Grundbedürfnis unserer Zellen. Und das besteht bei uns, dem  Homo Sapiens, aus hochwertigem Fett und Eiweiß.

Eine moderne Ernährung, wie sie uns von etablierten Ernährungsgesellschaften noch immer empfohlen wird, rät 50% der Nahrung in Form von Kohlenhydraten (Stärke und Zucker) zu verzehren. Jedoch ruft die niedrige biologische Verfügbarkeit des Getreides bei einer getreidebasierten Ernährung eine Vielzahl von Mangelerscheinungen hervor, bringt das Omega-Verhältnis in Schieflage.

Das bedeutet im im Klartext: In Zucker und Getreide ist nichts Wertvolles drin, keine nennenswerten Vitamine, keine nennenswerten Mineralien, im Gegenteil: Darin stecken jede Menge Zucker (Stärke wird auch zu Glukose gewandelt) sowie Giftstoffe, die wir gar nicht vertragen. Der Mangel an Fettsäuren ruft überdies Entzündungen hervor, eine überwiegende Getreideernährung behindert die Eisenaufnahme und führt deshalb zu Eisenmangel. Ganz besonders schädlich sind Vollkornprodukte wegen der enthaltenen antinutritiven Inhaltsstoffe (evolutionsbiologische Entwicklung pflanzlicher Schutzmechanismen). Denn auch ein Getreidekorn wehrt sich mit Abwehrstoffen gegen Fremdfraß von Käfer, Raupen und Co. Körnerverwerter, wie Vögel, sind durch die Evolution daran adaptiert. Die Pflanzengifte können bei uns jedoch eine Vielzahl von Stoffwechselstörungen auslösen.

Einen Nährstoffmangel, der zwangsläufig durch die Kohlenhydratkost entsteht, kann man nicht durch Unmengen an Obst ausgleichen. Zum einen verursacht der Fruchtzucker (Fruchtzucker =KH) im Obst (und Fruchtsäften) weitere Blähungen bei der Mutter und beim Säugling, die Obstsäure vermehrt Sodbrennen. Zum anderen belasten und schädigen zuviele Vitamine den Organismus und die Organe. Der moderne Vitaminwahn führt dazu, dass Pillen und Säftchen x-beliebig gemixt und in hohen Konzentrationen konsumiert werden. Frei nach dem Motto: Viel hilft viel... Wir brauchen aber nur wenige Vitamine, was wir aber dringend brauchen sind Enzyme! Und diese finden wir ausreichend in gesättigten Fetten aus tierischem Fleisch und Fett.

Die lebensnotwendigen Fette fehlen in den modernen Ernährungsempfehlungen gänzlich. Tierische, gesättigte Fette werden schlecht geredet, und das ohne erkennbaren Grund. Dabei gibt es kein Lebensmittel, das soviele Vitamine enthält, wie ein Ei. Das Omega-3-zu Omega-6-Verhältnis von Tierfett aus Weidehaltung entspricht 1:1. Besser geht es nicht! Diese idealen Werte erreicht kein Pflanzenöl.

So rät man werdenden Müttern zu Pflanzenöl, Margarine und Getreide, Milch und Obst, wenig mageres Fleisch, selten Eier und den Verzicht auf tierische Fette. Damit gerät die gesamte Omega-Bilanz in Schieflage. Das Omega-Verhältnis heutiger Industriestaaten liegt bei 12:1 bis 25:1, erstrebenswert ist ein Wert von 5:1 bis 1:1.

Der Fötus im Mutterleib hat durch den  Kuhmilch-Genuss der Mutter ein erhöhtes Risiko zur Milchzuckerunverträglichkeit und späteren Allergien, durch den hohen Fructosegehalt aus Obst ein erhöhtes Risiko zur Fructoseintoleranz, durch die Kohlenhydratmast (aus Getreide und Zucker = erhöhter Glukosespiegel) neben anderen Risiken wie der Glutenunverträglichkeit, auch ein erhöhtes Risiko zur Diabetes.

Gleichzeitig fehlen dem Fötus (und der Mutter) alle essentiellen Fettsäuren, die für die Bildung und Aufbau der Zellen und Zellwände sowie der Leitfähigkeit der Zellen notwendig sind. So empfiehlt man Margarine und Pflanzenöle statt hochwertiger tierischer Fette wie Butter, Sahne und Eigelb. Diese essentiellen Fettsäuren sind aber beim Säugling entscheidend an der Zellfunktion des zentralen Nervensystems, vor allem am Aufbau der Netzhaut des Auges  beteiligt, und sie sind nur in natürlichen, gesättigten Fetten,  im richtigen Verhältnis vorhanden.

Selbst eine Muttermilch kann nur so hochwertig sein, wie die Nahrung der Mutter selbst. Mit einer Ernährung, die aus fertiger Industrienahrung besteht, also fett- und nährstoffarm, fehlen der Mutter alle Substanzen, die zur Bildung einer hochwertigen Muttermilch Voraussetzung sind.

Eine hochwertige Muttermilch ist umso besser, je weniger Eiweiß, Kohlenhydrate und Salz und je mehr  Fett sie enthält. Im Idealfall weist sie ein Omega-3-zu Omega-6-Verhältnis von 1:1 auf und enthält alle essentiellen Fettsäuren in ausgewogenem Verhältnis. Dieses Verhältnis von 1:1 entspräche dem Omega-Verhältnis unserer gesunden, vorneolithischen Vorfahren. Eine artgerechte Ernährung bringt die Omegabilanz der Muttermilch ins rechte Lot. Sämtliche essentiellen Fettsäuren, in einem ausgewogenen Verhältnis, sind in natürlichem, gesättigten Fett enthalten.

Diese lebenswichtigen Fettsäuren sind nicht  im Pflanzenöl oder in der Margarine enthalten. Die meisten Pflanzenöle sind nicht nur überflüssig, sondern schädlich, da sie künstliche Mischungen und Verbindungen enthalten (Transfette).  Transfette stecken in fertiger Industrienahrung wie beispielsweise Tiefkühlkost, fertige Sossen, Tütensuppen, Brühwürfel, Süßwaren, Müsliriegel, Schokoglasuren, Lutscher und Bonbons, Gebäck von der Stange, Chips, Erdnussflips, Margarinen, in vielen Pflanzenölen, Majonaisen und anderen daraus hergestellten Fettkreationen.

Stillprobleme können viele Ursachen haben. Neben der psychischen, emotionalen und gesundheitlichen Verfassung der Mutter, spielen Stress und ausreichend Schlaf auch eine wesentliche Rolle. Die Qualität der Muttermilch ist ausschlaggebend für das Wohlbefinden und Gedeihen des Säuglings. Stillprobleme, die durch eine zucker-und getreidebasierte Ernährung (Getreide, Zucker, Obst) zwangsläufig entstehen, werden oft nicht als solche erkannt, da niemand die Ursachen benennt. Eine junge Mutter zweifelt letztendlich an sich selbst, an ihrer vermeintlichen Unfähigkeit als stillende Mutter, die die Bedürfnisse ihres Kindes biologisch nicht ausreichend erfüllen kann.

Blähungen rufen bei Stillkindern oft kolikartige Bauchschmerzen hervor. Die Ursache liegt nicht in Trinkbeschwerden, wie hastiges Trinken oder falscher Lagerung beim Stillen, sondern ausschließlich bei der Ernährung der Mutter. Man kann diese Beschwerden mit Fencheltee oder Medikamenten (gegen Schaumbildung) etwas lindern. Dadurch wird aber die Ursache der Blähungen nicht abgestellt. Nicht nur kohlhaltiges Gemüse, auch zuckerhaltiges Obst, Dosenkonserven und stärkehaltige Nahrung (Getreide, Müsli, Brot und Pasta) sorgen für eine minderwertige Muttermilch und zu Gärprozessen im Magen und Darm beim Säugling. Denn auch Stärke (aus Getreide und Mehl) wird im Organismus zu Zucker umgebaut. Dieser Zucker geht in die Muttermilch über. Die Unverträglichkeit dieser Nahrung verursacht die schmerzhaften Blähungen. Denn das Neugeborene ist noch überhaupt nicht an die Unmengen Kohlenhydrate gewöhnt, die wir zum Teil verzehren.

Momentan werden Säuglinge mit Gewalt und ohne Rücksicht innerhalb der ersten Monate an die Unmengen von Kohlenhydraten gewöhnt, sofern man sich an Zucker und Blähungen überhaupt gewöhnen kann. Dieses Leid könnte man den Kindern ersparen, genauso wie die schlaflosen Nächte, die die Eltern dadurch plagen. Artgerecht ernährte Säuglinge haben so gut wie keine Verdauungsprobleme, schlafen gut und sind viel ausgeglichener als Babies, die mit der chemischen Schaumbremse behandelt werden. Eine kohlenhydratbasierte Säuglingsnahrung (gestillt oder Fertigprodukt aus der Flasche) geht am evolutionsbiologischen Bedürfnis des Säuglings vorbei.

Ein Säugling schläft nach den Mahlzeiten regelmäßig ein. Nach etwa 3 Stunden sind die KH aus seiner Nahrung verbraucht und der Hunger meldet sich wieder. Wenn ein Säugling nach Nahrung ruft, liegt die Vermutung nah, dass seine  Kohlenhydratspeicher leer sind, und sein Hunger jetzt massiv ist. Es ist eine Art Hungerschmerz. Dieses Hungerschmerzgefühl ist sehr stark, und veranlasst den Säugling zu schreien. Der Säugling schreit also vor lauter Schmerz. Die frühere Ansicht, den Säugling auch einmal schreien zu lassen, egal aus welchem Grund, entbehrt jeder Grundlage.

Eine ausgewogene Ernährung für stillende und werdende Mütter richtet sich nach den evolutionären und biologischen Grundbedürfnissen. Da wir weder an Getreide, noch an Zucker, die wenigsten von uns an Milch adaptiert sind, führt die Empfehlung der Ernährungsgesellschaften, die gerade diese Nahrung empfiehlt, nicht zum gewünschten Ziel. Diese Empfehlungen berufen sich lediglich auf Annahmen, einzelne Studien und selektive Werte, sie haben aber keinerlei wissenschaftliche Grundlage, keine Beweise. Ausschlaggebend für viele Empfehlungen ist heute die Vermarktung einzelner Produkte.

Eine Artgerechte Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit ist demnach die natürlichste, einfachste und gesündeste Ernährung für Mutter und Kind, denn sie liefert sämtliche essentiellen Fettsäuren, Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe, in einem ausgewogenen Verhältnis.


Hilfreiche Ernährungstipps für die Zeit der Schwangerschaft, der Stillzeit und der ersten Lebensmonate ganz im Sinne eine biologischen und artgerechten Ernährung liefert auch Dr. Jan Kwasniewski in seinem Buch: Optimal Essen/ Verlag WGP

Wir freuen uns über Ihre Kritik oder Meinung, weitere Anregungen und besonders über Ihre Erfahrungsberichte!

Gesund abnehmen, dauerhaft schlank bleiben

Satt sein, dabei fitt und schlank werden. Erfolgreich abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt durch die Artgerechte Ernährung, evolutionär erprobt und Millionen(jahre)fach bewährt. Dies basiert auf folgenden Säulen:

Regelmäßig essen, Hunger führt zu unkontrollierten Heißhungerattacken.  2-3  Mahlzeiten am Tag sind besser, als 1 grosse Mahlzeit oder ständiges Kauen. Etwas Vorbereitung muss ein, denn wer keinen Plan hat, läuft wieder hungrig zum nächsten Bäcker, und alle guten Vorsätze sind dahin. Möglichst keine üppige Mahlzeit mehr nach 18 Uhr, der Magen dankt es. Alle Zwischenmahlzeiten ab sofort auslassen, damit sich der Blutzucker  regulieren kann und die Fettverbrennung nicht gestört wird. P.S. Jeder Apfel, jeder Keks, jeder Kaugummi, jedes Bonbon, jeder Milchkaffee und jede Limonade zählt als Zwischenmahlzeit!

Reduzierung der Kohlenhydrate auf max. 7 BE (Broteinheiten). Wenn KH, dann möglichst komplexe KH wählen, die den Blutzucker nicht in die Höhe treiben. Das sind z.Bsp. Gemüse, Salate, etwas Kartoffeln, Hülsenfrüchte (anstelle von Zucker und Getreide). Wenig Obst, wenn dann etwas  Beerenobst. Einfachste Berechnung der Menge: KH als Dekoration verwenden. Wer zuviel davon isst sollte ans Insulin denken, Insulin verhindert die Fettverbrennung vollständig!

Hochwertiges Eiweiss, max. 1 g pro Körpergewicht am Tag. Das sind für einen erwachsenen Menschen ca. 60-80g reines Eiweiss bei normaler Körperbeanspruchung. Sportler benötigen etwas mehr. Vorzugsweise als Abendmahlzeit oder nach dem Sport essen, damit die eigene Fettverbrennung länger anhält und Muskulatur aufgebaut wird.

Hochwertiges Fett zur Energieversorgung. Je natürlicher, umso besser. Besseres Fett liefert bessere Energie!

Ein Menüplan könnte etwa so aussehen:

Morgens: Joghurt mit 2 Eßl. Haferflocken u. 1 Löffel Obst, oder Eier mit Speck. Je nachdem ob man den Tag süß oder deftig beginnen mag. Wer früh am Morgen noch keinen Hunger hat, sollte evtl. einen kleinen Snack einpacken und bereit halten. Evtl. ein Stück Dauerwurst, ein Stück Obst, 1 handvoll Nüsse oder ein gekochtes Ei? Auch ein Kaffee/Tee mit viel frischer Sahne (ohne Zucker) liefert erste Energie.

Mittags: Gemüseauflauf, Salat mit Käse Nüssen und Ei (Joghurt-Sahne-Soße), Wurstsalat, Linseneintopf (Hülsenfrüchte) oder doch Frikadellen? Jede Wurst ist besser als ein süßes Backwerk.

Abends: Reine Eiweissmahlzeit wie etwa: Fisch mit Zitronenbutter, Steak mit Kräuterbutter und  Salat, 1 Kräuteromelette, 1 Pilzpfanne mit Speck, Tomate/Mozarella, Quark und Joghurt (nicht mager!). Kein Bier, keine Limonaden. Evtl. 1 Glas  trockener Wein.

2-3 l klares Wasser pro Tag trinken. Nur so können Gifte und Schlacken ausgeschwemmt werden. Mit Kaffee und Limonaden kann die Leber nicht entgiften.

Salzarm essen. Fast alle Wurst- und Käsesorten enthalten bereits zuviel Salz. Salz speichert Wasser und verhindert das Ausschwemmen. Fertiggerichte/Fertigprodukte meiden, enthalten fast alle Glutamat (Gefräßigmacher) und  schädliche Transfette (Kunstfette).

Ausreichend schlafen, nur im Schlaf kann der Körper regenerieren.

Welche Nahrungsmittel Sie wählen, liegt an Ihrer persönlichen Vorliebe. Sie sollten natürlich sein, möglichst ohne Zusatzstoffe. Fertiggerichte und Lightprodukte sollten Sie meiden, sie schaden mehr als sie nutzen.

Um dauerhaft schlank zu werden und zu bleiben müssen wir einige wichtige Aspekte verstehen und danach handeln:

Die Kohlenhydrate sind die Ursache, dass die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschüttet um die Glukose (Stärke aus Getreide wird auch zu Zucker/Glukose umgewandelt) aus den Kohlenhydraten abzubauen. Nach einer besonders hohen KH-Mahlzeit schießt der Insulinausschüttung in die Höhe, die Bauchspeicheldrüse arbeitet quasi am Limit. Nachdem der Blutzucker abgebaut ist, fällt der Insulinspiegel in den Keller, er sinkt also unter den Normalwert. Dies führt nun zu einer Unterzuckerung und erneutem (Heiß-) Hunger.

Mit Hunger kann man keine Diät durchhalten!

Klar, die KH können wir jetzt drastisch reduzieren (Es heißt auch Low-Carb, nicht No-Carb!). Aber woher soll die Energie und Wärme nun kommen? Artgerecht würde ich raten: Aus tierischem, hochwertigen Fett und Eiweiß. So machten es die gesunden und fitten Menschen bereits seit Millionen von Jahren, bis sie den Getreideanbau und die Ackerwirtschaft „erfanden“. Danach wurden die Menschen kleiner, dicker, kranker. Bis heute.

Zurück zu den Kohlenhydraten: Der Blutzuckerspiegel steigt nach einer üppigen Kohlenhydratmahlzeit stark an und fällt später wieder ab. Die jetzt folgende Unterzuckerung führt dazu, dass wir erneut einen riesigen Appetit auf Kohlenhydrate verspüren.
Das kennt jeder: Wenn wir mittags Pasta essen, haben wir am Abend erneut einen Bärenhunger.

Übrigens: Wer gerne Kaugummi kaut und Süsstoffe verwendet, kann zwar seinen Gaumen veräppeln, den Magen aber nicht: Die Geschmackssensoren im Mund setzen den Speichelfluss in Gang, Magensäure wird produziert und Insulin wird bereit gestellt. Anschließend erhält das Gehirn die Information: HUNGER!!!

Abgesehen davon, dass wir mit Stärke und Zucker die Bauchspeicheldrüse ziemlich strapazieren und alles tun um der Diabetes näher zu kommen, nehmen wir durch das Übermaß an Glukose,  (aus Zucker, Mehl, Obst) an Gewicht zu. Fruchtzucker, Traubenzucker und Honig sind auch Zucker!

Wenn wir es aber schaffen, den Blutzuckerspiegel auf einem niedrigen und stabilen Niveau zu halten, gibt es keine Blutzuckerschwankungen, und somit keine Heißhungerattacken mehr. Folglich essen wir auch weniger.

Pausensnacks brauchen wir nicht. Wenn die Ernährung stimmt, kommt keine Unterzuckerung- und kein Heisshunger auf. Es ist besser 3-4 Stunden bis zur nächsten Mahlzeit zu warten, sich dann aber satt zu essen. Damit ist nicht Vollstopfen gemeint, sondern essen bis der Hunger weg ist. Mit der kh-armen und fettreichen Nahrung pendelt sich das Essverhalten bald auf 2, maximal 3 Mahlzeiten pro Tag ein. Auch der Sahnekaffee zwischendurch zählt als eine kleine Zwischenmahlzeit, also erstmal weglassen oder zum Frühstück genießen.

Lebensmittel, die den Blutzuckerwert nach oben treiben, eine hohe glykämische Last haben, also wahres Kohlenhydrat-Mastfutter sind:
Brot, Brötchen, Pasta, Pizza, Kekse, Müsli, Getreide, Mehl, getrocknetes Obst, Zucker, Honig, Fruchtzucker, gezuckerte Nahrungsmittel, die meisten Obstsorten. Diese Lebensmittel also künftig meiden.

Aber auch für Süßstoffe gilt: Sie täuschen zwar unseren Gaumen, aber nicht den Magen! Stevia kann Nieren und Leber schädigen, Süßstoffe regen den Appetit an, auch beim Kaugummikauen. Also besser erst gar nicht verwenden.

Lebensmittel, die weniger KH haben, aber noch so viel, dass man wenig davon essen sollte:
Reis, Kartoffeln, Mais, Karotten, Kürbis, Beerenobst, Hülsenfrüchte

Lebensmittel die wenig KH haben, und die man essen kann, bis man satt ist:
Fetten Fisch, Fleisch (nicht mager!), Eier, Milchprodukte wie Sahne, Quark und Joghurt (Vollfett), Käse (fette Sorten!), Wurst (nicht mager!) hat sowieso mehr Vitamin C als jeder Salat und die meisten Zitrusfrüchte, Nüsse, Gemüse, Salate, natürliche Fette (siehe hierzu Artikel: Gute Fette)
Pflanzenöle sind nicht zu empfehlen, da viele Öle Transfettsäuren enthalten (nicht kennzeichnungspflichtig), lichtempfindlich sind und oxidieren. Bitte hierzu auch den Artikel über  Trans-Fette nachlesen!

Keine Sorge, Fett alleine macht nicht fett! Das geht nicht, wenn die Kohlenhydrate in der Mahlzeit überschaubar klein sind! Wer nur Eiweiß ist und die Fette meidet, riskiert eine Eiweißvergiftung und einen Nierenschaden. Light-Produkte enthalten mehr Chemie und „Ersatzstoffe“, mit denen unser Organismus nichts anfangen kann, sie schaden mehr als sie nutzen.

Zum gesunden Selbstversuch hervorragend geeignet:
Rühreier mit Speck! Sie machen lange satt, der Blutzucker steigt kaum (da fast keine KH enthalten sind). Die natürlichen Fette versorgen den Organismus und sämtliche Zellen mit allen essentiellen Fettsäuren, Vitaminen, Enzymen, Mineralstoffen. Eier sind wahre Vitaminbomben!

Gehaltsvolle Fleischbrühen (Markknochen!) die vor Fettaugen strotzen, sind der beste „Geheimtipp“ für kräftige Fingernägel, gesunde Haare und straffe Haut – sofern man sie regelmäßig trinkt.
Uuups, da habe ich jetzt wohl soeben das „geheime“ Schönheitsrezept der erfolgreichsten Modells ausposaunt...

Schlank im Schlaf? Es reicht eine Umstellung vom Kohlenhydratstoffwechsel auf Eiweißstoffwechsel, und der Abbau von überflüssigem Körperfett kommt in Gang. Wer die wenigen Kohlenhydrate komplett in 1 Mahlzeit zu sich nehmen möchte, und nicht über den Tag verteilt, sollte dies vorzugsweise Abends tun. Damit ist eine ausreichende Glukoseversorgung während der langen Nacht sichergestellt. Ein reiner Eiweiss-Shake am Abend kurbelt zwar die Fettverbrennung an, der Organismus greift aber anschließend auf die eigenen Eiweißreserven zurück. Herzpatienten und Diabetiker sollten deshalb Abends auch einige komplexe KH zu sich nehmen.

Zudem hilft ein  flotter Abendspaziergang den Stress abzubauen, hebt die Stimmung, sorgt für Sauerstoff und eine gute Durchblutung, weiterhin für den Muskelaufbau und erhöht die Körperfettverbrennung.

Dazu muss niemand Ausdauersport treiben. Besser regelmäßig 20, 30, oder 60 Minuten ausreichende Bewegung, als ein kräftezehrendes Mammutprogramm am Wochenende.
Wie unser Muskel bewegt wird, ist ihm egal. Hauptsache er wird bewegt.

Und wer dieses Programm nun mit den Eßgewohnheiten unserer vorneolithischen Vorfahren vergleicht - oder mit den noch heute lebenden Naturvölkern- der wird erkennen, das es einfach artgerecht ist, Millionen(jahre)fach bewährt und deshalb erfolgreich.


Körperfett

Unser Körperfett ist lebensnotwenig, denn es hat viele wichtige Aufgaben. Alleine die Tatsache, ob wir als Frau oder Mann geboren werden, bringt eine unterschiedliche Fettverteilung im Körper mit sich. Unsere Hormone steuern wie viel Fett an welcher Stelle angesetzt wird. Aber auch durch den Lebensstil kann man beeinflussen, wo die angelegten  Fettspeicher auf- oder abgebaut werden. Ein BMI (Body-Mass-Index) sagt nichts über die Gesundheit aus. Entscheidend ist nämlich nicht wieviel Fett jemand im Körper hat, sondern wie die Gesamtkonstellation eines Menschen ist.

Wir besitzen Unterhautfett, Organfett, Speicherfett, Muskelfett, Bauchfett. Manches Körperfett ist lebensnotwenig, manches davon bedenklich. So zum Beispiel das Fett am Bauch: Wenn es tief im Bauch sitzt, wird es als viszerales Fett bezeichnet, begünstigt Gefäßverkalkungen, Entzündungen und Bluthochdruck.

Bewegung ist eine wichtige Säule wenn es um die Gesundheit geht. Ein Beispiel: Alleine durch eine regelmäßige Laufübung, die im aeroben Bereich statt findet (eine Geschwindigkeit, bei der man noch sprechen kann, ohne sich zu überlasten= zügiges Walken) wird das tiefe Bauchfett als Energieträger abgebaut. Doch Bewegung alleine hilft nicht viel, die richtige Ernährung ist die tragende Säule. Wenn wir nach dem Sport wieder Kohlenhydrate futtern, werden die Fettzellen postum wieder gefüllt (Insulin verhindert den Fettabbau!). Mein Tipp: Nach dem Sport ist es viel besser eine kleine Eiweißmenge zu sich zu nehmen. Das baut den Eiweißverlust wieder auf, verdichtet die Muskulatur und der Körper verbrennt noch stundenlang eigenes Körperfett.

Unser Fettgewebe besteht im Grunde aus Fettzellen. Diese Zellen bestehen bei Mensch und Tier zu einem beträchtlichen Teil aus Fett, speichern es und geben es  ab. Das ist ihre Funktion, die Evolution hat sie so geprägt. Unzählige kleine und große Fettdepots in unserem Körper regeln wichtige Funktionen. Unsere Fettzellen haben immer etwas zu tun: Sie bilden Hormone, speichern fettlösliche Vitamine oder lagern fettlösliche Gifte im Fettgewebe.

Fette erhalten unsere Zellmembran gesund, sind für deren Kommunikation und Leitfähigkeit unerlässlich: Erst durch intakte Zellmembranen können unsere Zellen untereinander kommunizieren. Die Zellmembranen bestehen zum Großteil aus Fettsäuren. Sie regeln die Durchlässigkeit und Beweglichkeit der Zellen, somit die Verständigung der Zellen untereinander. Dazu zählt auch der lebenswichtige Austausch von Stoffen, die Wirksamkeit von Hormonen und Enzymen und die Reizleitung unseres Nervensystems. Fette sind unerlässlich für ein gesundes Immunsystem.

Der Fettgehalt des Körpers entscheidet über die Fruchtbarkeit bei Frauen. Dürre Bohnenstangen haben keinen Eisprung mehr. So sorgt die Natur  für die Grundvoraussetzungen, damit eine Schwangerschaft erst möglich wird. Denn Mutter wie auch Fötus müssen eine Grundversorgung durch Fette haben.

Ein adäquater Fettanteil unseres Körpers versetzt uns  in die Lage über Wochen ohne Nahrungszufuhr auszukommen. In unserer langen Vergangenheit besaßen die Menschen über Jahrmillionen keinen Kühlschrank und mussten zeitweise ohne Nahrung auskommen. Die Evolution hat es so clever eingerichtet, dass unsere Zellen enorme Mengen an Energie speichern können um diese bei Bedarf wieder abzugeben. Ohne diesen Mechanismus der  Fettzellen hätten die Eiszeitlichen Jäger und Fischer nicht überlebt.

Isolierfett in der Unterhaut schützt vor Verletzung und schnellem Wärmeverlust. Es dient an bestimmten Stellen als Druckpolster, wie unter der Fußsohle. Ohne das Fettpolster an der Ferse könnten wir  nicht laufen.

Fett schützt die Gelenke und dient am Gesäß als Sitzpolster. Es lagert unseren Augapfel weich  und schützt die Herzkranzgefäße. Fette schützen alle unsere Organe und versorgen sie optimal mit Energie.

Cholesterin ist ein weiterer elementarer Baustein unserer Zellen. Es schützt und stabilisiert die Zellmembranen, die Nerven, das Gehirn und Herz. Es ist so wichtig für unseren Körper, dass er es selbst produziert, nämlich etwa dreimal so viel wie wir täglich verspeisen. Essen wir weniger davon, produziert unser Körper mehr- und umgekehrt.

Man kann also sagen, unsere Zellen lieben Fett. Und da sie genetisch aus Fett,  Eiweiß und Wasser gebaut sind, können wir sie durch natürliche Fette, Eiweiß und Wasser absolut gesund erhalten.

Backe, backe, Kuchen...

Chemikalien in Brot und Brötchen erleichern die Verarbeitung des Teiges, sind aber unserer Gesundheit nicht förderlich. Wer sein Sonntagsbrötchen genießen möchte, der sollte es selber backen oder beim Biobäcker nachfragen. Möglichst ohne Backmischung und ohne Transfette.

Wer hat nicht schon einmal selbst Brötchen gebacken und sich gewundert, dass die geliebten Sonntagsbrötchen von der Tankstelle wesentlich besser schmecken? Selbst die vorgebackene Dauerware aus dem Discounter scheint im Ofen besser zu gelingen.

Einmal ganz davon abgesehen, dass es auf die richtige Teigführung mit langen Ruhepausen ankommt, haben  die Hersteller der Fertigprodukte ganz schön geschummelt: Um ein luftiges Brötchen herzustellen, so wie es der Verbraucher gerne mag, muss man schon einiges am Teig verändern.

Und weil mancher Bäcker vor dem gleichen Problem steht, kauft er die ganze Backmischung gleich selber ein. Inzwischen gibt es Hunderte solcher Brot- und Brötchenmischungen sowie über 1000 Fertigmischungen für Feingebäck. Er kann aussuchen ob er zum Mehl (vorab gegen Käferfraß behandelt) nur noch Wasser geben will, einem Fertigmehl das mit Wasser und Eiern verrührt wird (sofern er nicht Flüssig-Ei oder Eipulver bevorzugt), oder ob er den Teig schon fertig  kaufen möchte. Im Programm enthalten sind fertige Glasuren, spezielle Backfette (Transfette!), Vor- und Fertigmischungen, sowie tiefgefrorene Teiglinge. Für die Gebäckstücke gibt’s die süssen  Füllungen natürlich auch schon fix und fertig.

Schon deshalb, weil der Bäcker den Teig nicht mehr selber knetet, sondern eine Maschine, benötigt der Teig Emulgatoren. Die sorgen dafür, dass die Backvorgänge reibungslos laufen und die Maschinen nicht schlapp machen. Die Teige werden also zuerst an die Maschinen „angepasst“. Dann sorgen weitere Hilfsstoffe für die Teigführung:
Enzyme bauen Stärke ab, Phosphate steuern die Porengrösse, Lipoxygenasen bleichen Toastbrot, Färbemittel unterstützen das Vollkornimmage, modifizierte Stärken steuern die Gefrier-Tau-Stabilität, Ascorbinsäure ersetzt die mehrstündige Teiggährung, Bräunungsvorläufer bringen knusprige Rösche und künstliche Aromastoffe erzeugen appetitlichen Brötchenduft.

Und damit es das nächste Mal beim selber backen klappt, hier das Rezept für Sonntagsbrötchen ( das ich aber aus gesundheitlichen Gründen nicht empfehlen kann):

Man nehme Stabilisatoren wie Guarkernmehl, Diphosphat, Calciumphosphat, einige Emulgatoren (Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren e 472e), Traubenzucker, Zucker, Sojamehl, pflanzliches Öl gehärtet, Enzyme, Mehlbehandlungsmittel (Ascorbinsäure e 300), Trennmittel Calciumphosphat und etwas Mehl, Wasser, Hefe und Salz.

Fügt man nun den Brötchen noch ordentlich Fruchtzucker bei, und backt sie  über 200 Grad, erhält man automatisch eine ordentliche Dosis Acrylamid obendrein.

Na denn, guten Appetit!

Aber vielleicht haben Sie noch das Glück, einen "Mondscheinbäcker" um die Ecke zu haben, der sich noch die liebe Mühe macht und Brötchen backt, die nur aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz bestehen.

Weitere Info zum Thema Convenience-Produkte: Pollmer/Niehaus: Food-design Panschen erlaubt/Hirzel Verlag


Diabetes, die Krankheit

Irrtum: Diabetes ist unheilbar! (State of the Art der heutigen Mediziner)

Diabetes gilt als die Volkskrankheit des 20. und 21. Jahrhunderts. Diabetes ist eines der besten Beispiele woran wir sehen können, dass unsere nicht mehr artgerechte Ernährung schwerste körperliche Schäden hervorruft. Die Diabetes und alle ihre Vorstufen, wie Fettleibigkeit, werden heute nahezu unweigerlich durch unsere Nahrung verursacht. Gerade im Falle der Diabetes ist der unmäßige Konsum von Zucker, Getreideprodukten, Mais, Reis, und alles was viele Kohlenhydrate enthält (dazu gehört auch Obst) der direkte Auslöser für die Krankheit. Die heutige Medizin bekämpft diese Krankheit nicht, sondern versucht die Auswirkungen der Krankheit zu kontrollieren, und kann dabei eine Verschlechterung des Körperzustandes nicht verhindern.

In den Jahrmillionen unserer Entwicklung kann Diabetes eigentlich nicht aufgetreten sein, da die Ernährung der Menschen einfach artgerecht war. Da die Ursache für die Diabetes auf der Hand liegt, ist es nur logisch, dass man durch die Beseitigung der Ursache die Krankheit heilen kann.

Die beiden Ärzte Dr. Wolfgang Lutz und Dr. Jan Kwasnjewski haben in ihrer ärztlichen Praxis schon in den 1960er bis 1990er Jahren tausende Patienten, relativ mühelos von der Diabetes und deren  Folgekrankheiten dauerhaft geheilt. Und das ganze nur durch eine konsequente Kohlenhydratreduzierung, bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Insulingabe. Bis nach wenigen Wochen keine Insulingabe mehr notwendig war.

Das heute von der Medizin verabreichte Insulin ist nicht körpereigen. Das gegebene Insulin ermöglicht zwar ein relativ beschwerdefreies Leben, jedoch die Krankheit geht unweigerlich weiter und die Medikamentengabe wird nach und nach immer größer.

Selbst die Empfehlung der Dt. Gesellschaft für Ernährung verschlimmert das Problem: Sie rät weiterhin 50% der täglich verzehrten Lebensmittel aus Kohlenhydraten zu beziehen. Das ist meiner Meinung nach unverantwortlich. Doch ein Ernährungsberater kann nur mit den Krankenkassen abrechnen, wenn er sich an die vorgegebenen Statuten hält- also die Empfehlung der DGE zugrunde legt. Es kommt also nicht auf den Erfolg an, sondern auf die Einhaltung der Reglementierung.

Ich kann nur jedem Diabetiker empfehlen, sich die Bücher: Leben ohne Brot , sowie Optimal essen (genaue Daten am Ende des Artikels) zuzulegen. Besser, genauer und fundierter könnte ich Ihnen niemals die einfache Heilungsmöglichkeit dieser Krankheit erklären. Sie sollten selbst das Thema genau verstehen und versuchen ihren Arzt davon zu überzeugen, dass er Sie auf dem Weg aus dieser Krankheit nach den Methoden des Dr. Lutz und Dr. Kwasjewski begleitet. Sollte Ihr Arzt das nicht wollen, wechseln Sie den Arzt.

Anmerkung: Zu DDR-Zeiten gab es in der DDR kein Insulin und die Diabetes wurde dort nur durch Kohlenhydratbeschränkung behandelt.

Eine artgerechte Ernährung, wie ich sie Ihnen hier näher bringen möchte, lässt Diabetes nicht zu.

Ich kann Ihnen nur ans Herz legen, diese beiden Bücher zu lesen, damit sie Ihre Krankheit verstehen und gesund werden. Das ist eine rein persönliche Empfehlung. Ich habe keinerlei finanziellen Vorteil durch diese Empfehlung.

Optimal essen, von Dr. Jan Kwasnjewski ist zu beziehen über den Versandbuchhandel Angela Güttner, Rostocker Str. 53/514, 70376 Stuttgart oder unter: www.wgp.com.pl

Leben ohne Brot, von Dr. Wolfgang Lutz ist zu beziehen über den Fachbuchhandel, ISBN:978-3-88760-100-9

Versuchen Sie es, Sie können gesund werden. Und wenn Sie diesen Erfolg an sich selbst erfahren, werden Sie mein Engagement für eine artgerechte Ernährung noch viel besser verstehen.


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