Die Artgerechte Ernährung

Ernährung ist mehr als das, was in den Mund hinein kommt und später wieder ausgeschieden wird. Ernährung ist das, was vom Körper aufgenommen und verarbeitet wird, was unsere Zellen und  Organe versorgt und gesund hält. Die Frage muss demnach lauten: Was brauchen unsere Zellen wirklich? Was tut ihnen gut und was nicht? Und da unsere Zellen durch die Evolution geprägt wurden, kommen wir nicht umhin, auf dieses spezifische Grundbedürfnis einzugehen.

Einig sind sich inzwischen alle, dass Fast-Food, Tütensuppe und Limonade nicht dem Grundbedürfnis unserer Zellen entspricht. Doch Fertiggerichte, Pasta, Pizza und Brötchen sind auch nicht viel besser. Sind Vollkornprodukte, Obstsalate, Fruchtsäfte und Milchmixgetränke wirklich so gut für uns? Auf dem Speiseplan unserer Vorfahren standen sie jedenfalls nicht in rauhen Mengen...

Erstaunlich daran ist: Wenn wir die moderne Zivilisatioskost durch eine gute, naturbelassene Nahrung ersetzen, bleiben die Volkskrankheiten aus. Unsere Vorfahren hatten keine Volkskrankheiten. Dies läßt den Schluß zu, dass Gesundheit zu 99% aus einer Ernährung resultiert, die genau unsere Bedürfnisse erfüllt. Doch wie sehen unsere Bedürfnisse wirklich aus? Die Evolution liefert die Antwort: Unsere gesunden Vorfahren lebten vorwiegend von hochwertigem Eiweiss und Fett. Besonders während der Eiszeiten stand praktisch keine andere Nahrung zur Verfügung. 

Eine kurze Erklärung für alle "Neulinge" in punkto bewusster Ernährung: Eiweisse (Proteine) bezeichnen wir als die Bausteine unseres Körpers, Fette (Lipide) dienen vorrangig zur Energieversorgung. Und sie können noch viel mehr, wie wir im Text noch erfahren werden. Kohlenhydrate (Abk. KH)  dienen uns heutzutage zur Energieversorgung, besonders dann, wenn die Nahrungsfette drastisch reduziert werden. Aber die KH haben keinen besonderen Nährwert für uns, sie werden schnell "verbrannt" und müssen ständig konsumiert werden. Die Folge: Mangelerscheinungen, Heisshungerattacken, Unterzuckerung, Überzuckerung: Eine ständige Beanspruchung der Bauchspeicheldrüse und hohe Insulinausschüttungen, die langfristig zu (Mangel- und Überfluss-)Krankheiten, Übergewicht und Diabetes führen- die sogenannten Zivilisationskrankheiten.

Bei guten Fetten sieht das anders aus: Sie liefern lange hochwertige Energie und wichtige Nährstoffe. Deswegen brauchen wir davon auch viel weniger zu essen, als bei einer Ernährung durch KH. Man kann sagen, Fette liefern doppelt soviel Energie als KH. Mehr noch: Fette sind Grundbausteine unserer Zellen, sind Vitaminträger,sind Zellschutz. Eine KH-arme und zugleich fettreiche Ernährung hält den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht. Die Bauchspeicheldrüse wird nicht überbeansprucht, es gibt keine hohen Insulinausschüttungen, kein Übergewicht, keine daraus entstehenden Krankheiten. Alle Zellen werden optimal versorgt.

Die Artgerechte Ernährung ist einfach, natürlich und gesund. Sie berücksichtigt die evolutionsbiologischen Grundbedürfnisse des Menschen. Sie versorgt den Organismus mit sämtlichen essentiellen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen, die benötigt werden.  Diese urtümliche und gesunde Ernährungsform wird zusehends bekannter. Sie wird inzwischen auch als paläofood bezeichnet, oder lchf (low carb high fat) genannt. Die empfohlene Kost basiert auf einer Nahrung aus natürlichen (pflanzlichen und tierischen) Fetten und Eiweissen (möglichst aus artgerechter Haltung), bei gleichzeitiger Reduzierung der Kohlenhydrate. Sie widerspricht somit den gängigen Ernährungsmodellen, die zwangsläufig zu Mangelerscheinungen und Zivilisationskrankheiten führen.

Die heutige Ernährungspyramide stammt zwar nicht aus dem Mittelalter, doch sie ist genauso  überholt und müsste grundlegend geändert werden. Inzwischen weiß man, dass Fett nicht fett macht und auch keine Adern verstopft. Im Gegenteil: In natürlichem Fett sind sämtliche essentiellen Fettsäuren enthalten die der Körper benötigt, um gesund zu sein. Es kommt also auf das richtige Fett an. Schuld an Diabetes, Fettsucht und Arterienverkalkung sind die vielen Kohlenhydrate in unserer modernen Ernährung, hauptsächlich aus Zucker, Getreide, Pasta, Müsli, Brot, zuckerhaltiges Obst, sowie künstlich hergestellte Fette, wie Bratfette aus der Tube, Margarine und  Pflanzenöle. Nicht die gesättigten Fettsäuren sind für negative Blutfettwerte verantwortlich, sondern ein hoher Konsum einfacher Kohlenhydrate.

Um in der Ernährungsfrage voranzukommen sollten wir einmal die modernen, gepflogenen Ernährungsempfehlungen vergessen und einmal über unseren Horizont schauen, und zwar in die Vergangenheit. Kurz gesagt: Wir dürfen nicht einzelne Ernährungs-Empfehlungen als Maßstab setzen, sondern müssen auf das spezifische Grundbedürfnis unserer Zellen schauen.

Die Frage muss nicht lauten: Welche Vitamine fehlen mir, was muss ich meinem Speiseplan noch alles hinzufügen?  Es muss vor allem lauten: Was muss ich weglassen? Denn unser Körper ist evolutionär besser auf Hunger eingestellt, als auf Überfluss. Und vor allem: Was brauche ich grundsätzlich? 

Dazu ist es hilfreich zunächst die Eßgewohnheiten unserer Vorfahren zu betrachten und dabei die Logik einfach mit einzubeziehen, weil einfach nicht alles beweisbar ist, aber oft extrem logisch. Was unsere Vorfahren aßen, die vor 5-7 Millionen von Jahren lebten, kann nicht pauschal beantwortet werden. Einige Faktoren stehen jedenfalls fest: Kohlenhydrate spielten in den vergangenen Jahrmillionen keine besondere Rolle. Die Menschen waren gesund und kannten wohl wenige Krankheiten. Wenn sie früh starben, dann durch Infektionen, Jagdunfälle, Kriegereien oder andere Dummheiten. Einen kränkelnden, dahinsiechenden Menschen (wie er uns heute als normal präsentiert wird) hätte die Evolution nicht lange geduldet.

In den verschiedenen Eiszeiten, die auf der Erde herrschten, ganz besonders in der letzten Eiszeit, der Würm-Eiszeit, stand  praktisch kein Obst und Gemüse zur Verfügung. Wenn es reife Wildfrüchte gab, dann nur regional und zur Saison. Dann boten sie eine leckere Abwechslung für alle Pflanzenfresser. Glücklich, wer da rechtzeitig noch einen wurmfreien Apfel ergattern konnte, bevor ihn ein anderer Baumgeselle erspähte... Honig, stärkehaltige Wurzeln und  reife Früchte bildeten so eher eine süße, willkommene Ausnahme auf dem Speisezettel der Menschen.  Süße und schnelle (gleichzeitig nährstoffarme) Energiespender sind deshalb auch heute noch so bei uns beliebt und begehrt- und sollten auch heute noch die Ausnahme bleiben.

Jede unnütze Kalorie zuviel schlägt sich als Übergewicht auf dem Bauch oder der Hüfte nieder. Für unsere Vorfahren war das ein wichtiger Überlebensfaktor. Denn keiner wusste, ob es morgen etwas zu kauen gab. Dieser Überlebensvorteil ist unser heutiger Fluch. Wir hingegen bedienen uns täglich am Kühlschrank und brauchen die Nahrung nicht mehr kräftezehrend zu jagen.

Die Jagd bestimmte den Tagesablauf unserer Vorfahren. Wenn die Menschen Großwild erlegt hatten, konnten sie Wochen davon zehren. Sie konnten das Fleisch braten, räuchern oder trocknen. Gab es kein Großwild, keinen Fisch, griff man auf Insekten, Kleintiere und Vogeleier zurück. Ohne wertvolles Protein und Fett waren Hungerszeiten angesagt, man kaute Pilze, Blätter, Kräuter und Stängel um den knurrenden Magen zu beruhigen. Deshalb ist unser Körper evolutionär besser auf Hunger eingestellt, als auf Überfluss. Fastenperioden sind auch deshalb  heute noch sinnvoll, auf Überfluss sind wir genetisch nicht ausgelegt. Mit einer artgerechten Ernährung erfüllen wir die Grundbedürfnisse unseres Körpers. Wir benötigen dann nur wenige Mahlzeiten und geben unseren Organen damit Gelegenheit zur Erholung.

Mit einer KH-basierten Mahlzeit, die starke Blutzuckerschwankungen auslöst, ist eine verlängerte Ess-Pause jedoch nicht möglich. Die vorprogrammierte Unterzuckerung fordert immer neue KH. Heilfasten beispielsweise bedeutet nichts anderes, als der Einstieg in eine artgerechte Ernährung. Nur leider kehren die meisten Fastenden danach zu ihrer alten Ernährungsform zurück....

Fleisch (nicht mager) enthält alles, was ein Tier über lange Zeit gefuttert hat. Somit ist Fleisch  aufbereitete, konzentrierte Energie. Und somit ist es auch wichtig, welches Fleisch wir essen. Lieber einmal pro Woche 1 wertvolles Stück Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, als kiloweise billiges Fleisch aus der Massenzucht, oder mit Füllstoffen aufgepepptes, fettarmes, gefärbtes Ersatzhack.

Fettes Fleisch war für unsere Vorfahren weitaus wertvoller als fettarmes. Fettarme Stücke, wie ein Filet, wurden als Minderwertig eingestuft. Die fettreichen Stücke waren heiß begehrt, ebenso wie die gehaltvollen Innereien und das wertvolle Knochenmark. Fett liefert eben die nötige Energie. Ein fettarmer Joghurt läßt unser Gehirn unbeeindruckt, während das Fett im naturbelassenen Joghurt mit ausreichendem Fettgehalt die Aktivität des Hypothalamus (der im Gehirn für das Sättigungsgefühl zuständig ist) innerhalb weniger Minuten drosselt: Das  Sättigungsgefühl stellt sich ein. Kein Wunder: Fettige Lebensmittel machen uns glücklich und satt, denn diese positive Reaktion liegt uns in den Genen.


Mit dem Beginn des Ackerbau vor rund 15.000 Jahren tauchten bereits die ersten Zivilisationskrankheiten auf: Karies und Knochendeformierungen, die Lebenserwartung sank rapide. Die Menschen wurden von da an im Durchschnitt 15 cm kleiner. Skelettfunde weisen eindeutig darauf hin. Ihr Verdauungsapparat hatte sich Jahrmillionen von derber Pflanzenkost auf karnivore  Nahrung umgestellt, und nun mussten sie schwerverdaulichen, vitaminarmen Körnerbrei essen. Der machte zwar satt, aber auch krank. Was sie dazu brachte? Die wachsenden Menschenpopulationen hatten den Tierbestand  drastisch reduziert und der Hunger forderte Lösungen.

Auch heute noch wird uns geraten, den Großteil unserer Nahrung in Form von Kohlenhydraten zu uns zu nehmen. Dabei haben wir übersehen, dass unsere Gene sich noch nicht an diese neuen Nahrungsmittel angepasst haben. Dies muss zwangsläufig zu Gesundheitsstörungen aller Art führen.

Wenn Sie von Getreide, Pasta und Zucker zunehmen, durch Erbsen, Bohnen, Kohl und Äpfel Blähungen bekommen, wenn Ihr Zahnschmelz durch Zucker und  Obstsäure von Südfrüchte ruiniert ist, Ihnen Paprikagerichte aufstoßen, Trauben Durchfall bewirken und Kuhmilch zu Allergien und Ekzemen führt, sollten sie davon ausgehen, dass Ihr Organismus auf die Ernährungsform basierend auf Zucker, Fruchtzucker, Kohlenhydraten und Ballaststoffen evolutionsbiologisch nicht ausgelegt ist. Und das betrifft die Meisten von uns.

Alle Tierarten haben ihre eigene artspezifische Ernährung. Sie könnten alles fressen, aber sie tun es nicht! Solange sie die Nahrung zu sich nehmen, die die Natur für sie vorgesehen hat, bleiben sie gesund. Wenn sie sich nicht an dieses Optimum hielten, würde die natürliche Selektion jeder Abweichung entgegenwirken. Eine Artgerechte Ernährung für den Menschen richtet sich ebenso nach seinen evolutionären Bedürfnissen.

Denn wir Menschen  sind zweifelsohne ebenfalls aus dem Tierreich entstanden. Kein Lebewesen ist vollkommen. Bereits Darvin machte deutlich, dass jeder Organismus in der Natur nur so gut sein muss, so vollkommen sein muss, damit er erfolgreich mit seinen Konkurrenten in Wettbewerb treten kann. Anders ausgedrückt: Eine Eigenschaft eines  Lebewesens ist angepasst, wenn sie unter ihren 100 oder 1000 vorigen Generationen begünstigt war, und deshalb nicht beseitigt wurde. Dabei sprach er hauptsächlich über die Arten der  Pflanzen- und Tierwelt. Doch für den Homo Sapiens trifft diese Aussage genauso zu. Wir haben ebenfalls ein Grundnahrungsmittel, an das wir angepasst sind. Und dieses Grundnahrungsmittel, dieses "einfache" Grundbedürfnis unserer Zellen , dachten wir moderne Menschen einfach ignorieren zu können. Und jetzt wundern wir uns, das wir durch Zivilisationskrankheiten von der Evolution "ausgemustert" werden?

 Die für uns optimale Ernährung ist eine menschenspezifische, also artgerechte Ernährung, die unserer frühen Vorfahren, die unsere Gene geprägt hat, an die wir bestens adaptiert sind. Diese Ernährung ist für unseren Organismus ideal, weil ihn die Evolution über Jahrmillionen so entwickelt hat. Das schließt nicht aus, dass wir Pflanzen und Obst essen können, doch unser Organismus hat sich vom Pflanzenesser zum Fleischesser weiter entwickelt. Unser Organismus hat sich an die karnivore (tierische) Nahrung angepasst. Unser Gebiss verkleinerte sich durch das gegarte Fleisch, unser Darm verkürzte sich durch die verringerte Pflanzenkost, unser Gehirnvolumen nahm durch die wertvollen Proteine und Lipide zu. Unsere evolutionäre und genetische Entwicklung wurde dadurch geprägt. Diese Nahrung machte uns zu dem Menschen, den wir heute (noch immer) sind.

Es mag sein, dass Brokkoli viel Vitamin C enthält, aber er entspricht nicht dem Grundbedürfnis unserer Zellen. Es mag sein, das Pflanzenöl viel Ölsäure enthält, doch das entspricht nicht dem Grundbedürfnis unserer Zellen. Es mag sein, dass Pizza schmeckt, doch sie erfüllt nicht das Nährstoffbedürfnis unserer Zellen.

Jedoch in Fleisch, in fettem Fisch , natürlichen Fetten (wie Kokos- und Palmfett), Schmalz und Eigelb finden wir alle Nährstoffe in bester Zusammensetzung, die wir zur Gesundheit benötigen: Sämtliche Fettsäuren, in der richtigen, für uns Menschen nötigen Vielfalt, sowie Vitamine und Enzyme in bestens ausgewogenem Verhältnis.

Fleisch, Milch und tierisches Fett, Eier und  Fisch aus artgerechter (Weide-) Haltung, enthalten bis zu 4 mal mehr Omega-3-Fettsäuren als aus konventioneller Haltung. Dieser Unterschied entsteht durch die unterschiedliche Fütterung der Tiere. Natürlich gehaltene Tiere liefern mehr gesunde Fettsäuren, als mit Maisschrot gemästete Kreaturen. Dies bedeutet auch, dass der Verzehr von tierischen Produkten unsere Aufmerksamkeit in den Bereichen der Ethik, Gesundheit, des Umwelt- und Tierschutzes fordert.

Ein optimales Omega-Verhältnis (Omega-6: Omega-3) und weitere wertvolle Fettsäuren im richtigen Verhältnis liefern folgende Nahrungsmittel: Aus artgerechter Aufzucht stammend: Fette Fische wie Hering, Makrele, Lachs, Sardinen, Sprotten, Thunfisch, Bergsee-fische. Sowie: Schnecken, Wildfleisch, Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Erdnüsse, Beeren, grüne Algen, Wildpflanzen, Wildkräuter. Von Weidetieren: Eier, Fleisch, Innereien, Käse, Milch und Schmalz. Natives Kokosöl, Waldpilze, Sprossen, Blattspinat, Portulak, Leinsaat. Native Öle wie: Leinöl, Rapsöl, Olivenöl.

Die gesunde Wirkung der Artgerechten Ernährung basiert auf mehreren Komponenten:

- Reduzierung der Kohlenhydrate (ganz besonders das Meiden von Zucker und Getreide)

- Das Vermeiden von unnatürlichen Zusatzstoffen (Geschmacksverstärker, Glutamat, Süßstoffe, Transfette, Antibiotika, etc.)

- Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren durch hochwertige Fette (tierische Fette), bei gleichbleibender Eiweißmenge (0,8-1 g Eiweiss pro kg Körpergewicht ist ausreichend)

- Regelmäßige Bewegung (Die Ernährung steht immer auch im Zusammenhang mit dem individuellen Energieverbrauch. Wer mehr Energie isst und trinkt, als er verbraucht, nimmt zu.)

Und zu guter Letzt: Schau ab und zu einmal über Deinen Tellerrand. Sei achtsam im Umgang mit der uns anvertrauten Natur, den natürlichen Resourchen und dem Umgang mit Deinem eigenen Körper: Iss das Richtige, iss nur wenn Du Hunger verspürst, und hör auf wenn Du satt bist.

Mit der artgerechten Ernährung fällt das leicht: Durch diese absolut vollwertige Ernährung (die umgangssprachliche "Vollwertkost" leistet das nämlich nicht) wird der durch die bisherige Getreidekost hervorgerufene Vitamin- und Nährstoffmangel, die Unverträglichkeit der Abwehrproteine (und die damit hervorgerufenen Folgeschäden) einerseits behoben, sowie andererseits die nötige Energie in der optimalen Zusammensetzung zugeführt.

Nochmals: Wir benötigen kein Obst mit hohem Fructosegehalt und kein schwer verdauliches Getreide. Ein wenig Beerenobst und oberirdisch gewachsenes Gemüse sind die bessere Wahl. In den tierischen Nahrungsmitteln stecken alle notwendigen (essentiellen) Fette und Aminosäuren die wir benötigen. Kein Nahrungsmittel dieser Welt ist so vitaminreich wie ein Ei (Auf in Treibhäusern gezüchtetes Hybridgemüse können Sie künftig getrost verzichten).

Um dem Nahrungsverhältnis unserer steinzeitlichen Vorfahren näher zu kommen, könnte das Verhältnis von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten in einer Mahlzeit 3 zu 2 zu 1 sein. Das bedeutet: 3 Teile Fett, 2 Teile Eiweiß, 1 Teil Kohlenhydrate. Und das in jeder Mahlzeit. Das ist nicht bei jedem Rezept möglich, sondern soll lediglich als "grobe" Richtung gelten.

Damit kommen wir dem Nährstoffbedarf unserer Zellen entgegen. Wir sorgen so für einen bestmöglichen Zellaufbau der Zellversorgung, der Zellleitfähigkeit und dem Zellschutz. Zu guter letzt werden wir diese positiven Veränderungen recht schnell auch an unserem Körper feststellen:

Wir werden leistungsfähiger und gesünder. Weil unser Stoffwechsel nun wieder richtig funktioniert, die Zellen rundum geschützt sind, wird unser Organismus mit Krankheitserregern und Schadstoffen besser fertig. Gleichzeitig werden wir uns automatisch auf das für uns genetisch vorgesehene Gewicht einpegeln. Übergewichtige verlieren durch eine konsequente Ernährungsumstellung bis zu 2 kg Körperfett pro Woche, während  Magersüchtige dadurch gut zunehmen. Wenn Sie sich immer leicht erkälten, überprüfen Sie einmal kritisch ihren Nahrungsfettkonsum. Bevorzugen Sie noch Ligt-Produkte und schneiden Sie den Fettrand am Schinken ab?

Nochmals: Fett macht nicht fett !!! Nicht der Sonntagsbraten ist schuld, sondern die Beilagen wie Knödel, Pasta und Kroketten. Natürliche Fette sind essentiell notwendig!

Das, was uns in den Knochen steckt, ist so alt wie das Leben selbst. Unsere Vorfahren konnten das Fleisch zwar garen, doch einen Salzstreuer hatten sie nicht parat. Genetisch vertragen wir  deshalb genauso wenig Salz wie Zucker. Salz bindet Wasser. Je mehr Salz wir essen, je mehr Wasser müssen wir trinken. Dieses Wasser werden wir nicht mehr los, es wird im Körper "gebunden" und kann so zu Bluthochdruck führen. Die meisten Wurstwaren und Fertigprodukte enthalten zuviel Salz. Glutamat wie beispielsweise in Chipstüten ist ein wahrer "Gefräßigmacher". Wir essen so mehr, als wir eigentlich wollten. Wer kennt das nicht: Die Chipstüte ist schon leer, aber der Speichelfluss hält noch lange an...

Die Lebensmittelindustrie lebt davon, unsere Geschmacksnerven zu kitzeln, und verschweigt uns die Risiken. Die Pharmalobby lebt davon, die dadurch entstandenen Krankheiten zu unterdrücken, und verschweigt uns die Lösung...

Auch bei der Artgerechten Ernährung stellen sich „Begleiterscheinungen“ ein, auf die wir uns aber freuen dürfen:

Wundern Sie sich also nicht, wenn sie bald überflüssige Pfunde verlieren, Ihre Haare und Fingernägel besser wachsen, eingewachsene oder krumme Nägel auf einmal gerade wachsen, die Hornhaut sich verringert, die Rücken- oder Gelenkschmerzen verschwinden, die Migräne oder Menstruationsbeschwerden ausbleiben, Ekzeme und Hautprobleme abklingen, Sie sich um Jahre jünger fühlen, Sie belastbarer und ausgeglichener sind, ihr Haus- und Zahnarzt Sie nicht mehr regelmäßig sieht.


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