Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Gerade in der Schwangerschaft machen sich viele Mütter die ersten Gedanken um gesunde Ernährung. Das Baby isst schließlich mit. Der Bauch wird runder, ab und an tritt jemand von innen dagegen. Werdende Mütter "lauschen" oft in ihren Bauch hinein, um die ersten Zeichen des Kindes zu spüren. Das sind sehr schöne Erfahrungen. Es weckt aber auch Ängste: Ist alles in Ordnung mit mir und dem Kind? Wächst es gut und fühlt es sich wohl? Manches entgeht ihnen aber, zum Beispiel wenn der Zuckerstoffwechsel durcheinander gerät. Das fatale daran: Es tut nicht weh, deshalb merken wir die "Entgleisung" nicht früh genug.

Das kann zwischen dem fünften und siebten Schwangerschaftsmonat passieren, reguliert sich aber nach der Geburt meist von selbst. Durch eine sogenannte Schwangerschaftsdiabetes hat die Mutter ein erhöhtes Risiko zum Bluthochdruck, das Kind kann übergroß werden und ein Kaiserschnitt eventuell nötig. Nach neuesten Statistiken ist durchschnittlich jede dritte Geburt ein Kaiserschnitt.

Bei einer herkömmlichen  fettarmen und KH-basierten Ernährung, ist eine natürliche Geburt -wie sie die Naturvölker kennen- fast nicht möglich. Dem Körper fehlen die nötigen essentiellen Fettsäuren um die Zellen und Gewebe optimal zu stärken.

Nur durch eine artgerechte Ernährung, mit ausreichend gesunden Fetten, sind die Körpergewebe in der Lage sich zu dehnen, und den Belastungen einer natürlichen Geburt stand zu halten.

Eine werdende Mutter sollte also sehr frühzeitig mit der fettreichen und zugleich KH-armen Ernährung beginnen, damit ihre Zellen und Gewebe optimal auf die Geburt vorbereitet werden. Ein Blick auf die Ernährung der gesunden Naturvölker (bis vor 10.000 Jahren)  dürfte als Argument für  "artgerechte und natürliche" Geburten aussagekräftig genug sein. Wenn nicht die Ernährung für eine natürliche Geburt ausschlaggebend ist, was bitte ist es dann?

Schuld an Diabetes, Bluthochdruck, Fettsucht und Arterienverkalkung sind die vielen Kohlenhydrate in unserer modernen Ernährung, hauptsächlich aus Zucker, Getreide, Pasta, Müsli, Brot, zuckerhaltiges Obst, sowie künstlich hergestellte Fette, wie Margarine und (teil-)gehärtete Pflanzenöle.

Die heutige Ernährungspyramide stammt zwar nicht aus dem Mittelalter, doch sie ist längst überholt und müsste grundlegend geändert werden. Inzwischen weiß man, dass Zucker schädlich ist und wir alle zuviel Zucker essen. Doch auch Kohlenhydrate aus Getreide werden zu Zucker verstoffwechselt. Die Empfehlung der meisten  Ernährungsgesellschaften, 50% der täglichen Kalorien aus Kohlenhydraten zu beziehen, ist deswegen absolut nicht zu empfehlen!

Wir wissen heute auch, dass Fett alleine nicht fett macht, und auch keine Adern verstopft. Im Gegenteil: In natürlichem Fett (Butter, Schmalz, Eigelb) sind sämtliche essentiellen Fettsäuren enthalten, die der Körper benötigt, um gesund zu sein. Natürliche Fette sind wichtige Vitamintransporter, Vitaminträger und der wichtigste Baustein für gesunde Zellmembranen. Die fettlöslichen Vitamine A,D und E können nur bei entsprechend grossem Fettkonsum in genügenden Mengen aufgenommen werden. Es kommt also auf das richtige Fett an.

Eine gesunde Einkaufsliste für werdende und stillende Mütter sollte etwa so aussehen:

Fetten Fisch wie Makrele, Hering, Lachs und Sardine

Fleisch  und Wurst  (nicht mager und möglichst von Weidetieren), und wem es schmeckt: Ab und zu auch  Innereien, z.Bsp. Leber vom gesunden Weidelamm. Wurst enthält außerdem mehr Vitamin C als die meisten Zitrusfrüchte, herstellungsbedingt.

Öfter einmal Sülze und Schinken mit Fettrand.

Natives Kokosfett (nicht zu verwechseln mit "Palmin") und hochwertigen Tierschmalz (Schweineschmalz, Rindertalg, Lammfett, Gänseschmalz) zum Kochen und Braten. Tierschmalz von Weidetieren enthält mehr Omega-3-Fettsäuren, als von Tieren aus konventioneller Haltung!

Reichlich Butter (über 83% Fett)  und Sahne (über 30% Fett) für gehaltvolle Soßen.

Besonders zu empfehlen: Wöchentlich selbstgemachte Kraftbrühen aus Markknochen und Suppenfleisch (nicht mager, aber salzarm) Sie liefern alles was Bänder, Sehnen und Gewebe stärkt!

Vollfetter Sahnequark mit etwas Beerenobst

Eier und Speck, Tortilla, Käseomelette oder Kräuteromelette (Eigelb enthält biologisch hochwertiges Fett und die wichtige Aminosäure Cholin) möglichst aus artgerechter-Tierhaltung

Überbackenes Gemüse mit Ziegenkäse (vollfett)

Lieblingssalate mit gerösteten Sonnenblumenkernen oder Walnüssen, gereifter Käse, wie Parmesan (enthält viel Calcium) und gekochtem Ei mit Sahne-Joghurtdressing. Kein Rohmilchkäse.

Blattgemüse, (Ausnahme: blähende Kohlsorten), Wurzelgemüse (Karotten). Wenn Kohlenhydrate, dann aus Gemüse, einige Kartoffeln oder etwas Reis. Jedoch in der richtigen Tagesmenge. 3-4 Wochen vor dem Geburtstermin darf es dann ruhig etwas mehr an Kohlenhydraten sein.

Tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Schmalz, Eier, Käse, Sahne und Quark wenn möglich aus Weidehaltung oder Wildfang bevorzugen, nicht aus Zucht durch Getreidemast. Dann stimmt die Omega-Bilanz.

Wir benötigen sowohl Omega-6-Fettsäuren, als auch Omega-3-Fettsäuren, jedoch im richtigen Verhältnis! Betrug das Omega-Verhältnis im Stück Rindfleisch vor 100 Jahren noch 4:1 (Omega-6 zu Omega-3), so liegt es heute bei 40:1, 80:1 oder 120:1, je nachdem wie das Tier gefüttert wird. Der gesunde Mix steckt nur in artgerecht gehaltenen Tieren, die ausschließlich natürliches Futter bekommen.

 Omega-3-Fettsäure steckt im Leben aus der Kälte

Dabei ist das im Grunde genommen ganz einfach: Die Natur regelt den Fettsäuren-Mix  automatisch. Solange der Mensch der Natur nicht ins Handwerk pfuscht, liefern alle Tiere in Freilandhaltung und unter artgerechten Bedingungen  die richtigen Fettsäuren. Je kälter es draußen ist, umso mehr Omega-3-Fettsäuren produzieren Kaltwasserfische, Rinder, Wollschweine, Schafe, Ziegen, Wild, Geflügel wie Gänse, Hühner ( und Eier) und Enten, Weinbergschnecken,  Walnüsse, und alles, was sich der Kälte anpassen muss.

Möglichst meiden und stark reduzieren, denn hier sind die unnötigen Dickmacher enthalten:
Getreide (besonders Vollkornprodukte), Müsli, Zucker, Fruchtzucker, Honig, Süßstoffe, Industriegefertigtes Gebäck (Ziehfette) wie Kekse, Toast, Zwieback, Kornflakes, Brot und Brötchen (wenn schon, dann bitte keine Backmischung), Süßigkeiten, Obstsäfte, Energiedrinks (Zucker, Koffein und Milchabfallprodukte wie Molke), fettarme Speisen und Lightprodukte.

Eiweiss ist ein sehr wichtiger Bestandteil der menschlichen Nahrung. Eiweiss dient als Baustein für unsere Organe und Muskeln. Doch besonders magere Eiweißgerichte können die Organe auch belasten. Wer schon einmal eine Eiweißvergiftung hatte, ahnt welche Ausmaße das annehmen kann. Also bitte immer vollfette Sahne in den (Mager)Quark und zum Rührei geben, Kräuterbutter oder Sahnesosse zum Steak.

Um einer Infektion (wie durch Bakterien oder Salmonellen) vorzubeugen, sollten in der Schwangerschaft und Stillzeit folgende Nahrungsmittel  nicht verzehrt werden: Rohmilchprodukte wie frische Milch und Rohmilchkäse, rohes Fleisch (Mett), Rohwurst, kalt geräucherter Fisch, rohe Meeresfrüchte (Austern), rohe Eier (in Mayonaisen/Tiramisu), gekeimte Sprossen, Softeis.

Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird, ist die Prägung des Geschmacksinns der Kinder während der Stillzeit.  Das gestillte Kind wird bereits durch die Muttermilch geprägt, denn der enthaltene Milchzucker schmeckt süßlich. Hier wird bereits der Grundstein für die Wahl seiner künftigen Nahrung gelegt, die es im späteren Leben bevorzugen wird: Gezuckerte Industrieware oder naturbelassene Nahrung? Doch wie soll sich ein erwachsener Mensch auf eine gesunde und artgerechte Ernährung besinnen, wenn er sie geschmacklich nicht einmal kennt?

Wenn wir eine natürliche Geburt erleben möchten, muss unser Körper agieren können. Er muss für die Geburt dehnbar sein und das Gewebe der Belastung einer Geburt standhalten. Dies ist nur durch eine grundlegende Versorgung der Zellen und Organe durch eine Ernährung mit allen essentiellen Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Nährstoffen möglich. Eine fettarme- und  stärkebasierte Kost, wie sie heute üblich ist, kann unsere Zellen und Organe nur unzureichend versorgen.

Frauen, die die Evolution in ihrer Nahrung berücksichtigen, wie in früheren Naturvölkern, kennen und kannten keine Frauenleiden, haben und hatten eine unkomplizierte, natürliche Geburt und stillen/stillten wie selbstverständlich Ihre Kinder, so wie das die Evolution vorgesehen hat. Der Grund, wieso die Geburten in den Naturvölkern wie auch bei allen anderen Arten im Tierreich so reibungs- und komplikationsfrei verlaufen, liegt in der natürlichen Fett-Eiweiss-Kost der Spezies.

Solange jedes Tier in der freien Natur die Nahrung zu sich nimmt, die die Natur für dieses Tier vorgesehen hat, wird es nicht krank, bleibt fitt und gesund. Durch die Evolution ist es an seine eigene, artgerechte Nahrung adaptiert (gewöhnt) und hat seinen Organismus völlig auf die Verwertung dieses artspezifischen Futters ausgelegt. So frisst der Koalabär Eukalyptus, die Katze fängt Mäuse, die Kuh frisst Gras. Dieses evolutionäre Gesetz betrifft uns Menschen, den Homo Sapiens, genauso, denn wir stammen ebenfalls aus dem Tierreich.

Wir können uns gedanklich entscheiden und zwischen Geschmacksrichtungen wie süß oder salzig bevorzugen, das macht den Unterschied zum Tierreich aus. Wir können zwischen allen Speisen wählen. Darin liegt die individuelle Vorliebe, die Problematik oder der Segen. Aber es ändert nichts an dem biologischen Grundbedürfnis unserer Zellen. Und das besteht bei uns, dem  Homo Sapiens, aus hochwertigem Fett und Eiweiß.

Eine moderne Ernährung, wie sie uns von etablierten Ernährungsgesellschaften noch immer empfohlen wird, rät 50% der Nahrung in Form von Kohlenhydraten (Stärke und Zucker) zu verzehren. Jedoch ruft die niedrige biologische Verfügbarkeit des Getreides bei einer getreidebasierten Ernährung eine Vielzahl von Mangelerscheinungen hervor, bringt das Omega-Verhältnis in Schieflage.

Das bedeutet im im Klartext: In Zucker und Getreide ist nichts Wertvolles drin, keine nennenswerten Vitamine, keine nennenswerten Mineralien, im Gegenteil: Darin stecken jede Menge Zucker (Stärke wird auch zu Glukose gewandelt) sowie Giftstoffe, die wir gar nicht vertragen. Der Mangel an Fettsäuren ruft überdies Entzündungen hervor, eine überwiegende Getreideernährung behindert die Eisenaufnahme und führt deshalb zu Eisenmangel. Ganz besonders schädlich sind Vollkornprodukte wegen der enthaltenen antinutritiven Inhaltsstoffe (evolutionsbiologische Entwicklung pflanzlicher Schutzmechanismen). Denn auch ein Getreidekorn wehrt sich mit Abwehrstoffen gegen Fremdfraß von Käfer, Raupen und Co. Körnerverwerter, wie Vögel, sind durch die Evolution daran adaptiert. Die Pflanzengifte können bei uns jedoch eine Vielzahl von Stoffwechselstörungen auslösen.

Einen Nährstoffmangel, der zwangsläufig durch die Kohlenhydratkost entsteht, kann man nicht durch Unmengen an Obst ausgleichen. Zum einen verursacht der Fruchtzucker (Fruchtzucker =KH) im Obst (und Fruchtsäften) weitere Blähungen bei der Mutter und beim Säugling, die Obstsäure vermehrt Sodbrennen. Zum anderen belasten und schädigen zuviele Vitamine den Organismus und die Organe. Der moderne Vitaminwahn führt dazu, dass Pillen und Säftchen x-beliebig gemixt und in hohen Konzentrationen konsumiert werden. Frei nach dem Motto: Viel hilft viel... Wir brauchen aber nur wenige Vitamine, was wir aber dringend brauchen sind Enzyme! Und diese finden wir ausreichend in gesättigten Fetten aus tierischem Fleisch und Fett.

Die lebensnotwendigen Fette fehlen in den modernen Ernährungsempfehlungen gänzlich. Tierische, gesättigte Fette werden schlecht geredet, und das ohne erkennbaren Grund. Dabei gibt es kein Lebensmittel, das soviele Vitamine enthält, wie ein Ei. Das Omega-3-zu Omega-6-Verhältnis von Tierfett aus Weidehaltung entspricht 1:1. Besser geht es nicht! Diese idealen Werte erreicht kein Pflanzenöl.

So rät man werdenden Müttern zu Pflanzenöl, Margarine und Getreide, Milch und Obst, wenig mageres Fleisch, selten Eier und den Verzicht auf tierische Fette. Damit gerät die gesamte Omega-Bilanz in Schieflage. Das Omega-Verhältnis heutiger Industriestaaten liegt bei 12:1 bis 25:1, erstrebenswert ist ein Wert von 5:1 bis 1:1.

Der Fötus im Mutterleib hat durch den  Kuhmilch-Genuss der Mutter ein erhöhtes Risiko zur Milchzuckerunverträglichkeit und späteren Allergien, durch den hohen Fructosegehalt aus Obst ein erhöhtes Risiko zur Fructoseintoleranz, durch die Kohlenhydratmast (aus Getreide und Zucker = erhöhter Glukosespiegel) neben anderen Risiken wie der Glutenunverträglichkeit, auch ein erhöhtes Risiko zur Diabetes.

Gleichzeitig fehlen dem Fötus (und der Mutter) alle essentiellen Fettsäuren, die für die Bildung und Aufbau der Zellen und Zellwände sowie der Leitfähigkeit der Zellen notwendig sind. So empfiehlt man Margarine und Pflanzenöle statt hochwertiger tierischer Fette wie Butter, Sahne und Eigelb. Diese essentiellen Fettsäuren sind aber beim Säugling entscheidend an der Zellfunktion des zentralen Nervensystems, vor allem am Aufbau der Netzhaut des Auges  beteiligt, und sie sind nur in natürlichen, gesättigten Fetten,  im richtigen Verhältnis vorhanden.

Selbst eine Muttermilch kann nur so hochwertig sein, wie die Nahrung der Mutter selbst. Mit einer Ernährung, die aus fertiger Industrienahrung besteht, also fett- und nährstoffarm, fehlen der Mutter alle Substanzen, die zur Bildung einer hochwertigen Muttermilch Voraussetzung sind.

Eine hochwertige Muttermilch ist umso besser, je weniger Eiweiß, Kohlenhydrate und Salz und je mehr  Fett sie enthält. Im Idealfall weist sie ein Omega-3-zu Omega-6-Verhältnis von 1:1 auf und enthält alle essentiellen Fettsäuren in ausgewogenem Verhältnis. Dieses Verhältnis von 1:1 entspräche dem Omega-Verhältnis unserer gesunden, vorneolithischen Vorfahren. Eine artgerechte Ernährung bringt die Omegabilanz der Muttermilch ins rechte Lot. Sämtliche essentiellen Fettsäuren, in einem ausgewogenen Verhältnis, sind in natürlichem, gesättigten Fett enthalten.

Diese lebenswichtigen Fettsäuren sind nicht  im Pflanzenöl oder in der Margarine enthalten. Die meisten Pflanzenöle sind nicht nur überflüssig, sondern schädlich, da sie künstliche Mischungen und Verbindungen enthalten (Transfette).  Transfette stecken in fertiger Industrienahrung wie beispielsweise Tiefkühlkost, fertige Sossen, Tütensuppen, Brühwürfel, Süßwaren, Müsliriegel, Schokoglasuren, Lutscher und Bonbons, Gebäck von der Stange, Chips, Erdnussflips, Margarinen, in vielen Pflanzenölen, Majonaisen und anderen daraus hergestellten Fettkreationen.

Stillprobleme können viele Ursachen haben. Neben der psychischen, emotionalen und gesundheitlichen Verfassung der Mutter, spielen Stress und ausreichend Schlaf auch eine wesentliche Rolle. Die Qualität der Muttermilch ist ausschlaggebend für das Wohlbefinden und Gedeihen des Säuglings. Stillprobleme, die durch eine zucker-und getreidebasierte Ernährung (Getreide, Zucker, Obst) zwangsläufig entstehen, werden oft nicht als solche erkannt, da niemand die Ursachen benennt. Eine junge Mutter zweifelt letztendlich an sich selbst, an ihrer vermeintlichen Unfähigkeit als stillende Mutter, die die Bedürfnisse ihres Kindes biologisch nicht ausreichend erfüllen kann.

Blähungen rufen bei Stillkindern oft kolikartige Bauchschmerzen hervor. Die Ursache liegt nicht in Trinkbeschwerden, wie hastiges Trinken oder falscher Lagerung beim Stillen, sondern ausschließlich bei der Ernährung der Mutter. Man kann diese Beschwerden mit Fencheltee oder Medikamenten (gegen Schaumbildung) etwas lindern. Dadurch wird aber die Ursache der Blähungen nicht abgestellt. Nicht nur kohlhaltiges Gemüse, auch zuckerhaltiges Obst, Dosenkonserven und stärkehaltige Nahrung (Getreide, Müsli, Brot und Pasta) sorgen für eine minderwertige Muttermilch und zu Gärprozessen im Magen und Darm beim Säugling. Denn auch Stärke (aus Getreide und Mehl) wird im Organismus zu Zucker umgebaut. Dieser Zucker geht in die Muttermilch über. Die Unverträglichkeit dieser Nahrung verursacht die schmerzhaften Blähungen. Denn das Neugeborene ist noch überhaupt nicht an die Unmengen Kohlenhydrate gewöhnt, die wir zum Teil verzehren.

Momentan werden Säuglinge mit Gewalt und ohne Rücksicht innerhalb der ersten Monate an die Unmengen von Kohlenhydraten gewöhnt, sofern man sich an Zucker und Blähungen überhaupt gewöhnen kann. Dieses Leid könnte man den Kindern ersparen, genauso wie die schlaflosen Nächte, die die Eltern dadurch plagen. Artgerecht ernährte Säuglinge haben so gut wie keine Verdauungsprobleme, schlafen gut und sind viel ausgeglichener als Babies, die mit der chemischen Schaumbremse behandelt werden. Eine kohlenhydratbasierte Säuglingsnahrung (gestillt oder Fertigprodukt aus der Flasche) geht am evolutionsbiologischen Bedürfnis des Säuglings vorbei.

Ein Säugling schläft nach den Mahlzeiten regelmäßig ein. Nach etwa 3 Stunden sind die KH aus seiner Nahrung verbraucht und der Hunger meldet sich wieder. Wenn ein Säugling nach Nahrung ruft, liegt die Vermutung nah, dass seine  Kohlenhydratspeicher leer sind, und sein Hunger jetzt massiv ist. Es ist eine Art Hungerschmerz. Dieses Hungerschmerzgefühl ist sehr stark, und veranlasst den Säugling zu schreien. Der Säugling schreit also vor lauter Schmerz. Die frühere Ansicht, den Säugling auch einmal schreien zu lassen, egal aus welchem Grund, entbehrt jeder Grundlage.

Eine ausgewogene Ernährung für stillende und werdende Mütter richtet sich nach den evolutionären und biologischen Grundbedürfnissen. Da wir weder an Getreide, noch an Zucker, die wenigsten von uns an Milch adaptiert sind, führt die Empfehlung der Ernährungsgesellschaften, die gerade diese Nahrung empfiehlt, nicht zum gewünschten Ziel. Diese Empfehlungen berufen sich lediglich auf Annahmen, einzelne Studien und selektive Werte, sie haben aber keinerlei wissenschaftliche Grundlage, keine Beweise. Ausschlaggebend für viele Empfehlungen ist heute die Vermarktung einzelner Produkte.

Eine Artgerechte Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit ist demnach die natürlichste, einfachste und gesündeste Ernährung für Mutter und Kind, denn sie liefert sämtliche essentiellen Fettsäuren, Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe, in einem ausgewogenen Verhältnis.


Hilfreiche Ernährungstipps für die Zeit der Schwangerschaft, der Stillzeit und der ersten Lebensmonate ganz im Sinne eine biologischen und artgerechten Ernährung liefert auch Dr. Jan Kwasniewski in seinem Buch: Optimal Essen/ Verlag WGP

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