One apple a day...

Ein Plädoyer gegen den modernen Vitaminwahn: Wieso wir Fructose nicht vertragen und zuviele Vitamine schädlich sind.

Sie kennen sicher dieses Sprichwort. Wer an dem Wahrheitsgehalt bisher gezweifelt hat, der hatte Recht. Der Apfel liefert nämlich einen deutlichen Fructose-Überschuss. Deswegen vertragen wir ihn so schlecht und viele reagieren darauf mit Blähungen und Durchfall.

Auch Fructose sind Kohlenhydrate. Fructose wird im Verdauungstrakt ungenügend aufgespalten und kann nicht resorbiert werden.

apfel-gesund-fructoseDie Folge: Der Apfel bleibt zu lange im Darm unverdaut liegen und bewirkt im letzten Abschnitt Gärprozesse und Beschwerden wie Blähungen, schmerzhafter Druck auf den Magen, Duchfall, aber auch Verstopfung, Sodbrennen und Übelkeit.

Das kann aber auch durch jedes andere Lebensmittel ausgelöst werden, in dem Fructose enthalten ist (wie beispielsweise Fruchtsäfte). Die unverwertbaren Kohlenhydrate ziehen Hefe und Pilze aller Art an und dienen ihnen als „Futterquelle“. Sie vermehren sich und sorgen so für Autoimmunkrankheiten und rheumatische Beschwerden.

Fructose wird besonders oft bei der Herstellung von  Fertigprodukten wie Desserts, Joghurt, Marmeladen, (Frucht-) Drinks, Keksen, Backwaren, Instantgetränken, Fertigsossen, etc. verwendet. Weiterhin führt der Fructose-Anteil im Gebäckteig bei hohen Backtemperaturen zur Bildung von Acrylamid, das den Keks besonders knackig macht.


Die Unverträglichkeit dieser Produkte ist dem Konsumenten oft ein Rätsel. Egal, ob es sich um Stärke aus Weizenvollkorn, Lactose (Milchzucker) oder Fruchtzucker handelt, die Wirkung ist die gleiche.

Unsere Äpfel aus heutigem Anbau sind von riesiger Größe, die meisten aus Züchtungen. Ihr Fructose-Anteil ist bewusst hoch gezüchtet, denn süße Äpfel schmecken besser. 

Sicher haben unsere paleolithischen Ahnen auch einmal einen Apfel probiert. Jedoch waren diese Apfelsorten bedeutend kleiner, demnach enthielten sie auch weniger Fructose. Es gab sie nur 1 x im Jahr und nur an wenigen Stellen. Zudem war der Wildtierbestand, und somit die nahrungssuchende Konkurrenz enorm groß.

Einen reifen, wurmfreien Apfel zu ergattern durfte wohl für den Einzelnen die seltene Ausnahme gewesen sein. Der moderne Vitaminwahn suggeriert uns, dass wir ohne bestimmte Vitamine nicht auskommen können. Man appeliert an das schlechte Gewissen, und schon klingeln die Kassen. Doch auch ein zuviel an Vitaminen ist schädlich. Die Natur hat für uns kein Hybridobst und keine fruchtigen Vitaminbomben vorgesehen. Wers nicht für möglich hält, sollte es einmal mit einem Spaziergang in der wilden Natur wie der Serengeti, in Tundra, Taiga, Kanadischer Wildniss, in der Camargue, oder im Allgäu versuchen. Was denken Sie wieviele Melonen, Pampelmusen, Kiwis und Co. dort wild wachsen?


Äpfel gab es in unserer langen Vergangenheit nicht in dem Maße, als dass wir uns  daran hätten gewöhnen können. Unsere Gene, unser Körper kann mit diesem "modernen"  Lebensmittel nichts anfangen. Es scheint uns, als ob das uns bekannte Obst und Gemüse schon immer zu unserer Ernährung gehört hat. Das ist aber nicht so. Die Wildpflanzen, die unsere Vorfahren vor Ackerbau und Viehzucht kannten, an die wir adaptiert sind, und die es Jahrmillionen auf der Erde gab, wurden drastisch dezimiert. Sie wurden gerodet und mit Unkrautbekämpfung  ausgerottet, weil sie den Ackerflächen weichen mussten.

Die Unverträglichkeit von Fructose zeigt uns nichts anderes, als dass wir an dieses Lebensmittel nicht angepasst sind. Größere Mengen von Obst und besonders fructosehaltige Obstsorten vertragen wir deshalb nicht.

Auf die Problematik der steigenden Blutzuckerwerte bei hohem Obstkonsum sei ergänzend hingewiesen.

Wer denkt, Viel hilft viel, der irrt. Überdosierungen von Vitaminen führen zu Nieren- und Leberschädigungen bis hin zu Nervenschädigungen. Vitamine wirken bereits in kleinsten Dosen, so hat es die Natur vorgesehen. Einer chronischen Vitaminflut sind unsere Zellen aber auf Dauer  nicht gewachsen. Die regelmäßige Einnahme von Multivitaminpräparaten und die rapide Zunahme von Prostatakrebs um 50%, scheinen in direktem Zusammenhang zu stehen. Einerseits werden hochdosierte (oft synthetische) Vitamine in einem x-beliebigen Vitaminmixverhältnis geschluckt, die Zellen, Nieren und Leber schädigen, andererseits besteht der Grundstoff dieser Multivitaminpräparate aus Zucker, sprich Glukose, die die Zellen zusätzlich schädigt und ihnen somit die Möglichkeit nimmt, adäqut zu agieren.

Die Evolution, die Natur, stellt uns alle Vitamine bereit, die wir benötigen. Und wir sind so gebaut, dass wir kleinste  Vitaminmengen benötigen. Eine völlig ausreichende Vitaminversorgung haben wir, wenn wir uns nach der Evolution richten, auf die Grundbedürfnisse unserer Zellen schauen und dieses Grundbedürfnis in unserer Ernährung berücksichtigen.

Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Alleine die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.   Paracelsus (1493-1541)

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