Eine reaktive Unterzuckerung ist eine Störung der Blutzuckerregulierung. Sie wird durch einen chronischen, jahrelangen und übermäßigen Kohlenhydratkonsum verursacht. Sie kann als Vorstufe vielen chronischen Krankheiten von Diabetes (Typ II) bis Krebs bezeichnet werden.

 

Reaktive Unterzuckerung an sich ist noch keine Krankheit, kann aber als Parameter einen wichtigen Hinweis auf die vorliegende Störung geben. Viele Menschen, die sich kohlenhydratreich ernähren sind davon betroffen, ohne es zu wissen.

 

Folgende Symptome könnten auf eine reaktive Unterzuckerung schließen:

-Permanente Müdigkeit

-Abgeschlagenheit

-Depressionen

-Konzentrationsmangel

-Mangelnde Konzentrationsfähigkeit

-Migräneanfälle

-Neuralgien

-Schweissausbrüche

-Phobien

-Allergien

-Schwindelanfälle

 

Eine reaktive Unterzuckerung kann man nicht mit einer einmaligen Messung des Blutzuckerspiegels feststellen. Sie kann nur durch einen sechsstündigen Glukosetoleranztest (GTT) eindeutig festgestellt werden. Zunächst wird der Nüchtern-Blutzucker gemessen. Dann werden 50, 75 oder 100 Gramm reine, in Wasser gelöste Glukose, auf einmal getrunken. Nach der Einnahme werden die Blutzuckerwerte regelmäßig in mehreren Abständen von jeweils 30 Minuten gemessen.

 

Im Normalzustand, bei gesunden Menschen, würde sich der Blutzuckerspiegel bereits nach 3 Stunden auf den Nüchternwert reguliert/eingependelt haben.

 

Nicht jedoch wenn eine reaktive Unterzuckerung vorliegt:

Bei einer reaktiven Unterzuckerung fällt der Blutzuckerspiegel erst nach etwa 3 Stunden unter den anfänglichen Nüchtern-Blutzucker. Der Wert kann dann auch extrem unter den Nüchternzucker fallen und über Stunden anhalten. Die Blutzuckerregulierung erfolgt also nicht mehr normal, sondern abnormal.

 

In der modernen Medizin ist die reaktive Unterzuckerung als Stoffwechselstörung weniger bekannt. Der Test wird somit nicht angewendet.

 

Warnung:

Zum eigenen Selbstversuch ist dieser Test absolut nicht geeignet, da die Folgereaktionen sehr heftig sein können, und man auf diese Reaktionen dann keinen Einfluss hat. Somit gehört ein solcher Test absolut in die Hände eines erfahrenen Arztes.

 

Weitere Literatur zum Thema Hypoglykämie (reaktive Unterzuckerung):

Martin L.Budd: Low lood Sugar, Coping with low blood sugar; forth edition; Thorsons Health, London 1997

Werte und Informationen stammen von Dr. Ehrensperger: www.aikf.ch

 

 

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