Schlusswort und Vorwort

Mit wachsendem Interesse verfolge ich die vielfältigen, widersprüchlichen sowie wechselnden Ernährungsempfehlungen unserer Generation: Tierische Fette werden schlecht geredet und gegen Pflanzenöle ausgetauscht. Sojaprodukte sollen jetzt besser sein als natürliches Eiweiß. Rinderwahn und Schweinepest, Vogelgrippe und andere Sauereien nehmen den restlichen Appetit auf ein Stück Fleisch. Und Eier sind ja sowieso ungesund, denkt heute jedes Kind zu wissen.

Die meisten Ernährungsratschläge berufen sich jedoch auf einzelne Studien, die wiederum selbst nur relative Aussagen machen und den Anschein vermitteln, das absolute Risiko liege bei jedem Menschen genau so. Außerdem werden gerne jene Studien zitiert, die medienwirksam und politisch korrekt sind. Für viele Studie gibt es jedoch andere Studien, die das Gegenteil besagen.

Der einzelne kann schwerlich alle Studien auf Vollständigkeit überprüfen, sowie die wissenschaftlichen Zusammenhänge erkennen um mitreden zu können. Auf die Nahrungsmittelindustrie sollte man sich auch nicht verlassen, schließlich lebt sie ja ausschließlich von der Herstellung und Vermarktung ihrer Produkte.

Der Erfolg aller ach so gut gemeinten Ernährungsempfehlungen liegt darin, dass kein Mensch so alt wird um die teilweisen absurden Ratschläge auf Ihren Wahrheitsgehalt, sprich Erfolg, zu prüfen.

So beruft sich Dr. Spitzbart zur Zeit auf die Birmingham-Studie, Dr. Strunz aktuell auf die neue  Harvard-Studie. Und beide empfehlen weiterhin Müsli und Vollkornprodukte (trotz mangelnder genetischer Anpassung des Menschen und ungeachtet der Giftsstoffe im Getreide), mageres Eiweiß, Pflanzenöl, Sojaprodukte und besonders viel Obst. Ich würde zu gerne einmal auf ihren Teller schauen, was sie selber essen...

Und was empfielt man uns morgen? Ich finde es schon seltsam, dass man den Menschen mageres Fleisch empfiehlt, dass sie dann in viel Olivenöl braten sollen. Gleichzeitig empfiehlt man fetten Fisch. Ja, was denn nun?

Da bin ich schon  froh, die Tipps von Hademar Bankhofer nicht mehr ertragen zu müssen. Irgendwann hat es der Sender auch gemerkt und ihn aus dem Programm genommen. Auf eine Richtigstellung der falschen und werbewirksamen Aussagen, warte ich bis heute vergebens. Dafür dürfen jetzt andere den Gesundheitsapostel spielen.
So rät man uns weiterhin  seitens der renommierten Ernährungsgesellschaften über   50% der täglich verzehrten Kohlenhydrate in Form von Getreide zu uns zu nehmen. Dabei hat es sich längst herumgesprochen, dass Getreide in der Viehmast erfolgreich eingesetzt wird, jeglicher Zucker und Zuckerersatzstoffe (auch Fruchtzucker und Glukose aus Getreide) die Krebszellen nährt und uns der Diabetes näher bringt.

Als Autodidakt, kann ich es nicht nachvollziehen, dass seitens der Schulmedizin sowie der  Ernährungswissenschaft weiterhin das gleiche Halbwissen publiziert wird, die  jeweiligen Aspekte nur in selektiven  Häppchen verkündend, und die Medien dies noch unterstützen.

Die Berücksichtigung der evolutionären Voraussetzung unserer Spezies, ist aber die Grundvoraussetzung, wenn ich Einfluss nehmen möchte auf das Überleben der Art Homo Sapiens, also auf uns.

Obwohl die Evolutionsforschung schon so weit ist, die Evolutionstheorie nicht mehr als Theorie bezeichnet werden kann, sind die einzelnen Wissenschaften nicht in der Lage, ihre Erkenntnisse in globalem Zusammenhang zu sehen und das Wissen auf einen Nenner zu bringen, sei es aus Ignoranz, aus wirtschaftlichen Gründen oder mangels Unkenntnis.

Daher kann ich jedem Verbraucher nur raten, sich auf seinen gesunden Menschenverstand zu verlassen. Zu schauen, wo wir Homo Sapiens herkommen, welche Nahrung  unsere Gene über Jahrmillionen geprägt hat. Damit hätten wir die längste Langzeitstudie der Welt, die sich bereits auch bewiesen hat.

Ob sich die Menschen der folgenden Generationen vollständig an die Getreidekost anpassen werden, mag ich bezweifeln. Bis dahin muss jeder für sich (und somit auch für seine Nachkommen) entscheiden, ob er das Risiko der Zivilisationskrankheiten selbst übernehmen will.

Ich selbst bin Baujahr 1961, habe durch die getreidebasierte Ernährung meiner geliebten Mutter als Frühchen das elektrische  Licht der Welt erblickt. Zwangsläufig hatte ich als Kind oft mit Infekten und Entwicklungsstörungen zu tun. Da ich es nicht besser wusste, versuchte ich später die Gesamtkonstitution durch vegetarische Ernährung, dann mit fettarmer Vollwertkost zu verbessern, was jedoch auch nicht gelang. Die Zahnspange wurde durch Schuheinlagen abgelöst, der Bürostuhl wurde nach einem Bandscheibenvorfall gegen einen Sitzball ausgetauscht. Inzwischen wurde ich selbst Mutter, machte brav Joga und Gymnastik, las jede Menge Literatur über gesunde Ernährung und versorgte meine Familie gelegentlich mit Schüsslersalzen und homöopathischen Mitteln.

Erst in den letzen 10 Jahren fand ich nach und nach veröffentlichte Themen über Artgerechte Ernährung im Zusammenhang mit der Evolution. Durch die Umstellung auf diese alte Ernährungsform, die man als absolut ausgewogen bezeichnen darf (für Vollwertkost trifft dies nämlich nicht zu), habe ich selbst und viele meiner Freunde die positiven Wirkungen am eigenen Leib erfahren.


Ich freue mich auf Ihre Meinungen und Erfahrungsberichte.

Elisabeth Wick

Kiental, im Juni 2011

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