Unser Leben Heute

Mit der modernen Nahrung, die überwiegend aus Zucker, Kohlenhydraten, Ziehfetten und Chemikalien besteht, vergiften wir unsere Zellen und unseren Körper. Die Auswirkungen nennen wir dann Volkskrankheiten. Das fatale daran: Eine Fehlernährung tut lange Zeit nicht weh. Wir erkennen die Krankheit erst, wenn sich Beschwerden eingestellt haben und die Krankheit ausgebrochen ist, wenn der Schaden sichtbar ist.

Dabei haben wir es selbst in der Hand: Eine artgerechte Ernährung, regelmäßige Bewegung, klares Wasser und ausreichend Schlaf sind die wichtigen Säulen der Gesundheit. Wir müssen selbst die Verantwortung für unsere Gesundheit übernehmen und die Konsequenzen tragen. Unser Arzt ist nicht für unsere Gesundheit verantwortlich, das sind wir selbst.

Wir werden geboren, auf  natürlichem Weg oder durch Kaiserschnitt. Wir werden aufgezogen mit "wunderbaren"  Produkten aus Milch. Manche Kinder werden auch noch gestillt. Wir wachsen auf mit einem abwechslungsreichen Speiseplan. Wir werden dick oder auch nicht. Wir werden krank oder auch nicht. Und das wird alles als ganz normal angesehen.

Aus Sicht der Evolution erscheint es mir vollkommen absurd, dass wir die Geburt neu erfinden, die Ernährung unserer Kinder in die Hände eines Chemikers legen und dass wir  unseren Speiseplan vom Angebot der Supermärkte bestimmen lassen.

Unsere Entwicklung läuft scheinbar planmäßig,  beschützt durch die Medizin, und läuft am Ende wie selbstverständlich auf Krankheit und Siechtum hinaus.

Das kann nicht im Sinne der Evolution gewesen sein. Jahrmillionen hat sich der Mensch entwickelt und geformt. Und es entbehrt jeder Logik, dass die Evolution Krankheiten und Siechtum in unser Leben eingeplant hat.

In der Ernährung hatte auch  ich manches ausprobiert. Meine Familie begleitete mich durch verschiedene Ernährungslehren (Vollkorn, Vegetarisch, fettarm). Auch ich hatte schon mit den ersten Zivilisationskrankheiten "Bekanntschaft" gemacht.

Ausschlaggebende positive Veränderungen an meinem Körper  vollzogen sich jedoch erst, als ich die Erkenntnisse  der Evolution (insbesondere die der letzten 20 Jahre) in mein Leben einbezog. Nahezu alle Aspekte der Lebensführung habe ich dabei evolutionär überprüft.


Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist: Unser Essen, unsere Nahrung, ist ausschlaggebend für unsere Gesundheit.

Die Wissenschaft erkennt dies für alle Spezies der Tierwelt voll und ganz an. Jedes Tier hat seine eigene, artgerechte Ernährung. Und damit lebt es im Einklang mit der Natur, ist kerngesund und kennt keine Krankheiten. Wo das nicht so ist, sei es durch die Zwangsfütterung durch den  Menschen oder mangels Nahrung  in der Natur, dann stirbt diese Tiergruppe an diesem Ort aus.

Auch wir haben uns aus dem Tierreich entwickelt. Und für uns Menschen soll es keine artgerechte, spezifische Ernährung geben? Wir sollen Allesesser sein? Nur weil wir alles essen können?

Inzwischen ist so mancher Verbraucher durch Lebensmittelskandale verunsichert: Mogelschinken, Analog-Käse, Transfette in der Margarine und Acrylamid im Keks...Ernährungsexperten haben die unterschiedlichsten Meinungen, verpacken Ihre eigene Überzeugung als Lösung. Doch das bringt die Ratsuchenden auf dem Weg zur gesunden Ernährung nicht ans gewünschte Ziel.  Diäten, Pillen und Säftchen sollen`s wieder richten. Essstörungen wie Orthorexie haben ihren Ursprung in der Verunsicherung beim Lebensmittelkauf. Menschen mit Gewissen, Achtung vor der Schöpfung und sich selbst, mit sozialem und humanem Bewusstsein, können nicht gedankenlos alles in sich hinein stopfen, das sollte niemand tun. Die artgerechte Ernährung bietet den besten Weg zur Gesundheit: Gesunde Nahrungsmittel in hoher Qualität, möglichst frei von Zusatzstoffen. Frisch aus der Region, möglichst aus artgerechter Tierhaltung. Der Supermarkt um die Ecke kann damit leider nicht dienen. Doch der Aufwand lohnt sich für alle: Gesundheit für die Verbraucher, Anerkennung für die produzierenden Landwirte, gesunde Tiere, saubere Böden.

Das kann einem die Freude am Essen doch wirklich nehmen: Nahrung soll, laut Medienforschern, gar nicht mehr ursprünglich sein: Tomatenmark wird Tomaten vorgezogen, Fischstäbchen statt Fisch, Fertigsuppen statt Kraftbrühe. Nahrung wird gestaltet als Material oder als Funktion, dann ist es Design. Essen soll sinnlich sein, nicht die Herkunft spiegeln. Viele Mythen werden konsumiert: Biologisch, frisch, rein, bunt, knackig, glänzend, duftend muss es sein. 60% des Geschmackempfindens finden im Gaumen statt: Das Mundgefühl signalisiert uns, ob eine Nahrung gut, weniger gut oder ungenießbar ist. Nicht von ungefähr arbeiten in Lebensmittellabors Food-Designer an unzähligen Optimierungen der Nahrungsmittel: Der Keks muss nicht nur ansprechend aussehen, auch das Krachen beim Zubeißen entscheidet darüber, ob der Verbraucher den Keks als frisch und lecker einstuft. Das gelingt u.a. durch die strukturierte Form des Kekses, der Beimischungen von Stabilisatoren und Farbstoffen.

Außerdem empfindet unsere Zunge einen wahres Glückserlebnis wenn unsere Nahrung aus verschiedenen Konsistenzen gleichzeitig besteht: Fest, mit einer cremigen Füllung, knusprig ummantelt, mit einem geschmackvollen Kern. So wundert es nicht, dass Nascherein mit bis zu 7 verschiedenen Füllungen/Lagen der absolute „Verkaufsschlager“ sind.

Verwöhnte und „verwirrte“ Gaumen wieder an den ursprünglichen Geschmack der Nahrung zu gewöhnen ist nicht immer leicht: Kinder werden durch die Lebensmittelindustrie schon früh an den Geschmack der Zusatzaromen gewöhnt: Dem Kindereis wird Kaffee-geschmack zugefügt, um die jungen Eis-schlecker zu späteren Kaffeetrinkern zu erziehen. Süßstoffe und Geschmacksverstärker erzeugen einen Speichelfluss im Mund, der zu vermehrter Nahrungsaufnahme verleitet (Chips). Man sollte eigentlich satt sein, der Speichelfluss hält aber dennoch eine Weile an. Künstliche Aromen gaukeln unseren Geschmacksnerven ein intensives Fruchtaroma vor, das jeden natürlichen Fruchtjoghurt erblassen lässt.

Haben wir bereits Industrie-Food als „gutes“ und „leckeres“ Essen in unser gedankliches Schema akzeptiert, hilft nur ein kritisches Umdenken und Hinterfragen der Dogmen und Eßgewohnheiten.


 

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